Non-Food-Labels

 / ©: WWF - Kurt Prinz
Wälder landen im WC
© WWF - Kurt Prinz
Holz und Papier
In den letzten 50 Jahren verschwand die Hälfte der weltweiten Regenwälder durch Abholzung und Brandrodung. Boykotte haben nicht den nötigen Erfolg gebracht, waren teils sogar kontraproduktiv.
Unabhänig kontrollierte Labels helfen mit, eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft ohne Raubbau zu fördern.

  • fsc

    FSC (Forest Stewardship Council)
    Holz und Papier aus natur- und sozialverträglicher Waldwirtschaft oder aus Recyclingfasern mit den Zielen: Erhaltung der biologischen Vielfalt und der damit verbundenen Werte.
    Träger: Internationaler Verein, breit abgestützt



  • Papierprodukte, welche zu 100 Prozent aus Recyclingpapier bestehen oder FSC zertifiziert sind. Zudem muss im Bereich Papeterie der ökologische Mehrwert des Produkts mittels Ökobilanz nachgewiesen werden. Holzprodukte mit dem Oecoplan-Label sind FSC zertifiziert oder stammen aus der Schweiz. Schädliche Stoffe wie Elementarchlor, Formaldehyd oder schwermetallhaltige Farbstoffe u.ä. sind verboten.
    Träger: Coop
  • Der blaue Engel


    Papierprodukte aus Fasern, die zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen. Die Richtlinien für Recyclingpapier schreiben zudem Grenzwerte für bestimmte Lösungsmittel und andere Schadstoffe vor; schwermetallhaltige Farbstoffe sind verboten.
    Träger: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
 / ©: Etienne Racordon
Waschmaschine
© Etienne Racordon
Geräte und Strom
Die Stromproduktion trägt 37 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoss bei und ist somit einer der wichtigsten Faktoren für die globale Klimaerwärmung. Unabhänig kontrollierte Label garantieren energiesparende Geräte und Ökostrom für mehr Klimaschutz.
  • topten


    Topten publiziert auf einer Onlineplattform die bezüglich Energieverbrauch und Umweltbelastung besten Geräte. Alle Geräte müssen zudem von guter Qualität sein und ein gutes Kosten-Nutzen Verhältnis aufweisen.

    Träger: topten.ch ist ein Projekt der Toptest GmbH (S.A.F.E. Schweizerische Agentur für Energieeffizienz, Saldo/Consuprint AG, Oerlikon Journalisten AG) zusammen mit weiteren Partnern.
  • energieetikette

    Geschirrspüler: AAA
    Kühl-/Gefrierschrank: A++/A+
    Backofen: A
    Waschmaschine: AAA
    Tumbler: A

    Das erste A steht für Energieeffizienz (Kühl-/Gefrierschränke mit Zusatz ++ bzw. +), bei Waschmaschinen und Geschirrspülern steht das zweite A für die Waschwirkung und das dritte für die Schleuderwirkung bzw. den Trocknungsprozess.
    Träger: Energie Schweiz und EU Kommission.
  • TCO


    TCO Geräte haben einen niedrigen Stromverbrauch, sind für das Recycling vorbereitet und erfüllen Anforderungen betreffend Bildqualität, Geräuschpegel und elektriomagnetischen Emissionen. Die Hersteller müssen sich für Umweltverbesserungen in der Produktion sowie für gute Arbeitsbedingungen einsetzen.
    Träger: TCO
  • Der blaue Engel


    Ob im Haushalt oder Büro, energieeffiziente Geräte helfen Strom und damit Kosten zu sparen. Zwar gibt es mittlerweile für viele große Elektrogeräte, wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Geschirrspüler die EU-Energieverbrauchskennzeichnung. Für die vielen kleinen Haushaltshelfer gilt sie jedoch nicht. Bei Wasserkochern, Kaffeemaschinen und Haartrocknern kennzeichnet der Blaue Engel die energiesparendsten Produkte. Neben der Energieeffizienz müssen sie jedoch noch viele weitere Anforderungen einhalten werden, beispielsweise müssen sie besonders lärm- und schadstoffarm sowie reparatur- und recyclingfreundlich sein und gute Gebrauchseigenschaften aufweisen..
    Träger: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • naturemade


    Strom ausschliesslich aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne, Biomasse und Wasser, wobei für Wasserkraftwerke strenge Regelungen bezüglich Restwasssermengen gelten. Bei Wasserkraftwerken und Klärgasanlagen ist zudem ein Fonds für ökologische Verbesserungsmassnahmen im hydro-logischen Einzugsgebiet Pflicht.
    Träger: VUE, breit abgestützter Verein.
Europäisches Pfaffenhütchen / ©: Michèle Dépraz / WWF-Canon
Europäisches Pfaffenhütchen
© Michèle Dépraz / WWF-Canon
Blumen und Pflanzen
Auf Pflanzenfarmen werden grosse Mengen an Pestiziden für die Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Diese belasten nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen auf diesen Farmen.
Folgende unabhänig kontrollierte Label stehen für Produkte, die ohne synthetische Dünger und Pestizide hergestellt oder fair gehandelt werden.
  • Bio Suisse


    Pflanzen und Saatgut aus vollumfänglich biologisch bewirtschafteten Betrieben, d.h. die Produkte werden ohne chemisch-synthetische Dünger und Pestizide und ohne gentechnisch veränderte Organismen hergestellt.
    Träger: Bio Suisse
  • Hilfsstoffe


    Erde, Pflanzenschutzmittel und Dünger, welche ohne chemisch-synthetische Zutaten, ohne Torf und ohne gentechnisch veränderte Organismen hergestellt werden.
    Träger: Bio Suisse
  • Max Havelaar


    Das Max Havelaar-Gütesiegel steht für fairen Handel mit Ländern des Südens. Die Angestellten auf Max Havelaar zertifizierten Blumenplantagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn, geregelte Arbeitszeiten, bezahlte Ferien und Mutterschaftsurlaub, Schutzkleidung und soziale Vorsorge. Ausserdem profitieren sie von einer Fair-Trade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Richtlinien beinhalten auch Umweltkriterien.
    Träger: Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

  • Oecoplan Samen, Setzlinge und Küchenkräuter stammen aus biologisch bewirtschafteten Gärtnereien und sind Knospe-zertifiziert. Oecoplan Erde ist vollständig torffrei und mit der Hilfsstoff-Knospe von Bio-Suisse ausgezeichnet. Dünger und Pflanzenschutzmittel mit dem Oecoplan-Logo sind frei von chemisch-synthetischen Stoffen.
    Träger: Coop
  • Migros Bio

    Pflanzen und Saatgut aus biologischer Produktion, d.h. die Produkte werden ohne chemisch-synthetische Dünger und Pestizide und ohne gentechnisch veränderte Organismen hergestellt.

    Träger: Migros
Do-it und Teppiche
Die Herstellung von Baustoffen verschlingt gewaltige Mengen an Ressourcen und Energie. Zudem werden Tausende von Tonnen an Chemikalien eingesetzt, die in die Umwelt oder die Wohnraumluft gelangen können und damit die Natur und unsere Gesundheit bedrohen. Unabhänig kontrollierte Label garantieren emissionsarme Produkte, die Umwelt und Gesundheit schonen.
  • natureplus


    Qualitativ hochstehende Baustoffe, Bauprodukte und Einrichtungsgegen-stände, die zu mindestens 85 Prozent aus nachwachsenden und/oder mineralischen Rohstoffen bestehen. Es gelten strenge Vorschriften betreffend der Verwendung von giftigen und umweltschädlichen Substanzen. Die Produkte müssen möglichst energiesparend und unter Einhaltung grundlegender Sozialstandards hergestellt werden.
    Träger: Internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen; breit abgestützt
  • Der blaue Engel
    Emissions- und schadstoffarme Baustoffe, Lacke und Farben sowie Produkte, aus Recycling-Kunststoffen oder Altpapier.
    Träger: Deutsches Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


  •  
    Oecoplan Bauprodukte und Einrichtungsgegenstände erfüllen – wo Vorgaben bestehen – die Anforderungen von Natureplus oder sind FSC zertifiziert. Zudem gelten Coop interne Richtlinien betreffend umweltgefährdenden Substanzen sowie bezüglich Verpackungs- und Transportökologie.
    Träger: Coop
  • step


    Fördert umweltverträgliche Produktionsverfahren, gute Arbeits- und Lebensbedingungen, sowie faire Einkaufspreise in der Herstellung handgefertigter Teppiche und bekämpft missbräuchliche Kinderarbeit.
    Träger: Label STEP, mitgegründet von Entwicklungsorganisationen, ist eine eigenständige Geschäftseinheit innerhalb der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz).
Baumwolle / ©: Walter Wagner WWF Schweiz
Baumwolle
© Walter Wagner WWF Schweiz
Textil-Label
Baumwolle ist das Rohmaterial für 40 bis 50 Prozent aller Textilien und die wichtigste natürliche Faser, vor Wolle, Leinen und Hanf. Obwohl der Baumwollanbau nur 2,4 Prozent der weltweiten Landwirtschaftsfläche einnimmt, werden 8 -10 Prozent aller Pestizide auf Baumwollfeldern eingesetzt. Diese Chemikalien verschmutzen das Grundwasser und bedrohen die Gesundheit der Menschen auf den Feldern. Grosser Wasserverbrauch und Versalzung der Böden sind weitere Probleme, die mit der Baumwollproduktion einhergehen. Die Arbeitsbedingungen sowohl auf den Baumwollfeldern wie auch in den Textilfabriken sind häufig miserabel.
  • Naturaline

    Naturaline verwendet für ihre Textilien ausschliesslich Biobaumwolle, welche nach den Richtlinien der Bio Suisse oder für Ökoanbau der EU angebaut wird. Zudem gelten entlang der ganzen textilen Verarbeitungskette strenge ökologische und soziale Anforderungen. Angebot an Bekleidung für Damen, Herren, Kinder und Babys sowie Bett- und Frottierwäsche.
    Träger: Coop
  • Migros Bio Cotton

    Das Sortiment an Bio-Baumwoll-Produkten umfasst heute: Baby- und Kinderkleider, Herren- und Damenmode sowie Bett- und Frottierwäsche. Die Bio-Baumwoll-Textilien tragen auch das Eco-Label, welches für eine umweltverantwortliche Produktion auf allen Verarbeitungsstufen steht.
    Träger: Migros
  • Max Havelaar


    Das Max Havelaar-Gütesiegel steht für fairen Handel mit Ländern des Südens, d.h. kostendeckende Preise, garantierte Mindestlöhne und Bezahlung einer Fair-Trade-Prämie. Zudem gelten entlang der ganzen textilen Verarbeitungs-kette strenge soziale Anforderungen. Max Havelaar Textilien gibt es auch in Bio-Qualität.
    Träger: Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)
  • gots


    Der Global Organic Textile Standard GOTS steht für Textilien aus kontrolliert biologischer Baumwolle oder anderen natürlichen Fasern, bei denen auf allen Verarbeitungsstufen ökologische und soziale Anforderungen gelten.
  • hess natur

    Ein Grossteil des Baumwoll-Angebots stammt aus kontrolliert biologischer Baumwolle. Leinen und Wolle ist teilweise biologisch. Hess Natur ist Mitglied der Fair Wear Foundation, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion einsetzt.
  • Patagonia


    Funktionale Sportbekleidung und Freizeitmode für Damen und Herren. Die komplette Baumwollkollektion ist bio-zertifiziert; Recyclingprogramm für einen grossen Teil der Produkte. 1Prozent des Jahresumsatzes von Patagonia geht an Umweltprojekte. Patagonia verpflichtet sich als Mitglied der Fair Labour Association zur Einhaltung grundlegender Sozialstandards in der Produktion.
  • Switcher


    Switcher hat soziale und ökologische Grundsätze sowie Transparenz in der Unternehmensphilosophie verankert; mit dem «Respect-Code» kann der Herstellungsprozess der Produkte zurückverfolgt werden. Als Mitglied der Fair Wear Foundation verpflichtet sich Switcher zur Verbesserung der Arbeitsbdingungen in der Textilproduktion. Knapp ein Fünftel der Baumwollprodukte stammen aus biologischem Anbau.
  • unica


    Max Havelaar zertifizierte Bio-Baumwoll-Shirts für Damen aus dem Craft Aid Projekt der Caritas in Mauritius.
    Das Projekt fördert körperlich behinderte Menschen. Die Verarbeitung der Baumwolle erfolgt unter Berücksichtigung von Umweltaspekten. Alle Unica-Seide-Textilien stammen aus fairem Handel.
Auch andere Firmen (beispielsweise C&A, H&M, Manor oder Zara) und Marken (zum Beispiel Kuyichi, Nudie, Levis, Mammut) haben – zumindest vereinzelt – Textilien aus biologischer Baumwolle im Angebot. Die mit «organic» gekennzeichneten Produkte erfüllen mindestens die Richtlinien der Bioverordnung der EU oder der USA.

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