/ ©: Bella Roscher/WWF Schweiz

Happy End für Nashornbaby

Vom Tiger attackiert, von der Mutter verstossen und vom WWF gerettet – ein junges Nashorn hatte grosses Glück. Vielen seiner Artgenossen ergeht es anders.
Vor wenigen Wochen fanden einheimische Bauern in der Region des Chitwan-Nationalparks in Nepal ein Nashornbaby in einem Feld. Das zwei bis drei Monate alte Jungtier war bewusstlos und blutete stark. Seine Mutter dachte wohl es sei tot und hat es allein zurückgelassen.

Die Bauern kontaktierten sofort Leute des NTC (National Trust for Nature Conservation in Nepal) und diese wiederum baten das lokale Büro des WWF um Hilfe. Der WWF und der NTC führten dann gemeinsam eine Rettungsaktion durch und brachten das Nashornbaby in eine Auffangstation. Der Veterinär stellte dort fest, dass das junge Nashorn durch einen Tiger verletzt wurde.

Obwohl man dem Nashornbaby anfänglich wenig Chancen gab, geht es ihm in der Zwischenzeit prächtig – zur grossen Freude des Teams der Auffangstation und des WWF Nepal.

Werden Sie jetzt aktiv

© Bella Roscher/WWF Schweiz © Bella Roscher/WWF Schweiz © Bella Roscher/WWF Schweiz © Bella Roscher/WWF Schweiz
 / ©: zvg
Chitwan-Nationalpark in Nepal.
© zvg

Kurz vor der Ausrottung

Die Nashörner stehen in Asien kurz vor der Ausrottung. Die Weltnaturschutzunion IUCN und der WWF rufen die Regierungen der Nashornländer zu verstärktem Schutz vor Wilderei, illegalem Nashornhandel und vor der Zerstörung der Lebensräume der Dickhäuter auf. Nur in Nepal ist der Bestand derzeit stabil, weil sich der WWF dort erfolgreich für den strengeren Vollzug des Naturschutzes einsetzte.

Aberglaube bedroht Nashörner

Die letzten Nashörner auf den indonesischen Inseln Java und Sumatra gehören heute zu den am meisten gefährdeten Arten der Welt. Die grösste Bedrohung für die Nashörner ist der illegale Handel mit dem Horn der Rhinos. Vor allem in Vietnam stieg die Nachfrage nach Nashornteilen, weil im Volksaberglauben das Horn Krankheiten heilen soll. Tatsächlich ist das Horn chemisch ähnlich zusammengesetzt wie menschliche Fingernägel und besitzt keine der nachgesagten Eigenschaften. «Dieser Aberglaube torpediert die langjährigen Anstrengungen im Naturschutz», warnt der WWF-Experte Christy Williams.

Erst im August präsentierte TRAFFIC, eine internationale Artenschutzorganisation, die den Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aus der Wildnis überwacht, einen neuen Report zum illegalen Nashornhandel. Der WWF und TRAFFIC haben nun eine internationale Kampagne gegen den Handel mit Nashornteilen, Elefantenelfenbein und Tigerteilen gestartet. Ziel der Kampagne ist die Verschärfung der Gesetze, des Gesetzesvollzugs, effektivere Abschreckung der Wilderer und Händler sowie Massnahmen um die Nachfrage zu vermindern.
 / ©: Esmond Bradley Martin / WWF-Canon
«Medizin» die Nashornpulver enthält.
© Esmond Bradley Martin / WWF-Canon

Die letzten Nashörner weltweit



Abonnieren Sie den WWF Newsletter

Kompakt und aktuell: Ihre WWF News per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

Werden Sie unser Fan


Dem WWF auf Twitter folgen

Die neuen schottischen Schutzgebiete nützen auch der Venusmuschel: Im Sand eingegraben wird sie bis zu 100 Jahre alt: http://t.co/PZZUNTJSOy
vor 1 Stunde @WWF_Schweiz

Helfen Sie uns, die Wälder weltweit zu schützen

Alpen