15.5.2013: Übergabe der Unterschriften, Bern. / ©: PHOTOPRESS/Markus Hubacher

Stromeffizienz-Initiative

In der Schweiz können wir den Stromverbrauch um 40 Prozent senken – ohne dass irgendjemand auf den Komfort der modernen Gesellschaft verzichten müsste. Wenn wir Energie effizienter und überlegter nutzen, brauchen wir keine problematischen Kraftwerke und schaffen die Energiewende.
Licht brennt in menschenleeren Räumen, der Elektroboiler wärmt das Wasser während den Ferien und in Büros läuft die Klimaanlage auch am Wochenende – in der Schweiz verpufft jede Menge Strom, ohne dass jemand einen Nutzen davon hätte. Ein Drittel des gesamten Stromkonsums geht durch Geräte oder Lampen verloren, die niemand braucht.

Stromsparpotential: 40 Prozent!

Ein wichtiger Faktor bei der Stromverschwendung sind auch technisch veraltete Geräte: Ob Kühlschrank oder Elektro-Speicherheizung, ob Halogenspot, Rechenzentrum oder schlechte Pfannen mit krummen Böden: In den meisten Haushalten und Unternehmen sind Geräte zu finden, die zwei-, drei- oder fünfmal so viel Strom brauchen wie die besten Konkurrenzmodelle. Wegen Überschneidungen ergeben Betrieb ohne Nutzen und ineffiziente Geräte ein Sparpotenzial von rund 40 Prozent des Gesamtverbrauchs.

Stabilisierung des Stromverbrauchs

Diese Zahl ist erschreckend hoch, aber nur auf den ersten Blick erstaunlich: «Die Politik hat Rahmenbedingungen jahrelang im Sinne eines maximalen Stromverkaufs gesetzt. Und zwar so, dass zu viel Strom konsumiert wird», erklärt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz. «Jetzt brauchen wir neue Rahmenbedingungen, um der Stromeffizienz zum Durchbruch zu verhelfen. Denn gesparter Strom ist die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Energiequelle.» Darum unterstützt der WWF die Eidgenössische Volksinitiative, die eine Stabilisierung des Stromverbrauchs verlangt.

Eingereicht!

In nur gerade 7 Monaten haben über 128'000 Personen die Initiative für eine Stabilisierung des Stromverbrauchs unterschrieben. Am 15. Mai wurden die Unterschriftenpakete bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Nun teilte die Bundeskanzlei dem Initiativkomitee mit, dass die Initiative mit 109'420 gültigen Unterschriften zu Stande gekommen ist.

Darum braucht es mehr Effizienz:

  • Weil heute 40% des Stroms
    ungenutzt verschwendet wird.

  • Weil Stromeffizienz viel günstiger ist,
    als neue Kraftwerke zu bauen.

     
  • Weil neue Kraftwerke die Umwelt belasten,
    Stromeffizienz aber nicht.

  • Weil weniger Stromverbrauch
    mehr Unabhängigkeit bedeutet.

  • Weil wir die Weichen für unseren Stromverbrauch
    so stellen sollten, dass kommende Generationen
    nicht zu kurz kommen.

Erfolgsbeispiele

Basel-Stadt ist der einzige Kanton in der Schweiz, der seit 1998 eine Stromlenkungsabgabe hat - und das wirkt. In Kalifornien liegt der pro-Kopf-Stromverbrauch dank Anreizregulierung heute gar 40% unter jenem der restlichen USA - und das obwohl Kalifornien der Wirtschaftsmotor der USA ist.
  >> Details zu den beiden Erfolgsbeispielen

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