Augstbordrudel: Ein Abschuss ist der falsche Weg

21 Dezember 2016
Der WWF und Pro Natura bedauern den Entscheid des Kanton Wallis sehr, einen Jungwolf des Augstbordrudels abzuschiessen. Es handelt sich um das erste bestätigte Wolfsrudel im Kanton Wallis.

Noch kann nicht beurteilt werden, ob die Präsenz der Jungwölfe tatsächlich mehr Schäden an Nutztieren verursacht. Wie sich in der Calandaregion zeigt, sind die Schäden bei der Präsenz eines Rudels nicht zwingend höher. Funktioniert der Herdenschutz, kann die Situation sogar stabilisiert werden.
 
Die Abschussperiode von Januar bis März 2017 ist für den WWF und Pro Natura ausserdem höchst problematisch, weil die Jungtiere kaum mehr von den Elterntieren unterschieden werden können. Ein versehentlicher Abschuss eines Elterntieres könnte das Rudel destabilisieren und statt der vermeintlichen Schadensvermeidung das Gegenteil bewirken. Denn ein destabilisiertes Rudel reisst oft mehr Nutztiere als ein intaktes.
 
WWF und Pro Natura werden das Abschussdossier prüfen und behalten sich rechtliche Schritte vor.
 
Kontakt:
Laura Schmid, Geschäftsführerin WWF Oberwallis, 076 552 18 20 (Nur bis 12:30)
Martina Lippuner, Mediensprecherin WWF Schweiz, 079 384 04 42 (ab 12:30)
Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik Pro Natura, 079 416 65 94
Schon nach sechs Monaten wird es schwierig, die Jugtiere von den Elterntieren zu unterscheiden.
© David Gerke /Gruppe Wolf Schweiz

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