/ ©: Wild Wonders of Europe /Staffan Widstrand / WWF

Er gehört zur Schweiz

Welche Tiere und Pflanzen gehören für Sie zu den Alpen? Steinböcke, Enzian, Murmeltiere und Edelweiss? Für den WWF haben mehrere Tausend Tier- und Pflanzenarten ihren festen Platz im Alpenraum. Doch diese natürliche Vielfalt ist gefährdet.
Die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Zersiedelung und die verstärkte Freizeitnutzung setzen den Arten massiv zu und zerstören ihren Lebensraum. Nahezu zehn Prozent der rund 46'000 bekannten Pflanzen- und Tierarten in der Schweiz sind bedroht oder bereits ausgestorben.

Dazu gehört auch der Braunbär. Früher war er bei uns heimisch, heute ist er nur noch seltener Gast. Die Bärenbestände in Italien und Slowenien erholen sich zwar langsam, doch das Überleben ist keineswegs gesichert. Das Gleiche gilt für Luchs und Wolf.

Damit die Rückkehrer eine Chance haben, sensibilisiert der WWF die Bevölkerung, setzt sich ein für den Schutz des alpinen Lebensraums und stärkt die Populationen. Davon profitiert nicht nur der Bär, sondern auch andere gefährdete Arten. Helfen Sie mit, dass die Alpen die artenreichste Region Europas bleiben.

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 / ©: WWF/European Alpine Programme
Verbreitungskarte Bär
© WWF/European Alpine Programme

Der Braunbär gehört
zur alpinen Artenvielfalt

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Braunbär fast im ganzen Alpenraum ausgerottet. Nun fasst er langsam wieder Fuss. Doch der Platzmangel bringt ihn näher zu den Menschen. Konflikte entstehen.
Dass der Bär seinen Platz zurückerobert, ist aus WWF-Sicht erfreulich. Die Rückkehr des Braunbären ist eines unserer Ziele. Sie bringt aber Konflikte mit sich, weil sich der Mensch an ein Leben ohne Bären gewöhnt hat. Bienenstöcke und Abfalleimer werden ungeschützt aufgestellt. Schaf- und Ziegenherden weiden ohne Bewachung. Hühnerställe sind nicht eingezäunt.

Die geplünderten Bienenhäuser und erlegten Nutztiere zeigen, dass die Schweiz bei weitem nicht auf die Rückkehr des Bären vorbereitet ist. Die Angst vor dem Grossraubtier lässt die Emotionen hochgehen. Die Tiere deswegen abzuschiessen, darf aber nicht die Lösung sein.

75 Prozent der Bevölkerung
wollen Bär & Co. zurück

Der WWF ist überzeugt, dass die Konflikte zwischen Mensch und Grossraubtier entschärft werden können. Befragungen zeigen, dass die Schweizer Bevölkerung ein friedliches Nebeneinander durchaus wünscht: 75 Prozent befürworten die Rückkehr von einst ausgerotteten Tieren wie Bär, Wolf und Luchs.

Die 250'000 Schafe und 20'000 Ziegen, die jeden Sommer auf Schweizer Alpen weiden, müssen kein gefundenes Fressen sein. Herdenschutzhunde schaffen es, jedes Grossraubtier in die Flucht zu schlagen. Der WWF hat während vier Jahren den Einsatz der Vierbeiner erprobt. Immer mehr Bauern entscheiden sich seither für den Einsatz von Hunden.

Weil die Hunde auch im Winter nur ungern Pause machen, hat der WWF mitgeholfen, Pensionen für Herdenschutzhunde aufzubauen. Dort können die Tiere die Wintermonate verbringen, ohne auf die Arbeit mit einer Herde verzichten zu müssen. Dies entlastet die Bauern und hilft mit, den Herdenschutz weiter zu etablieren. Ein anderer Teil des Herdenschutz-Programms ist die Hirten-Hilfe. Dabei werden Interessierte in der Herdenbewachung geschult und ziehen für die Sommermonate auf eine Alp.
Europäischer Braunbär mit Jungtieren / ©: P. Weimann / WWF-Österreich
Europäischer Braunbär mit Jungtieren
© P. Weimann / WWF-Österreich
Bis zum letzten Abschuss im Jahr 1904 im Engadin war der Bär fester Bestandteil der hiesigen Tierwelt. Seit 2005 wandern wieder regelmässig männliche Jungtiere in die Schweiz ein. Sie kommen aus Norditalien, wo sich der Bestand dank Aussetzungen von slowenischen Bären deutlich gefestigt hat.
  • Nahrung: ¾ vegetarisch (Beeren, Früchte und Nüsse) und ¼ Fleisch (Aas, Fische, Mäuse, Hühner, Rehe und Gämsen)
  • Grösse: Männchen bis zu 2 Meter
  • Gewicht: bis zu 300 Kilogramm
  • Lebenserwartung: 20-30 Jahre

Zum Tierprotrait Bär
Luchs mit Jungem / ©: WWF / Fritz Pölking
Dank Wiederansiedlungsprojekten leben in der Schweiz wieder rund 150 Luchse.
© WWF / Fritz Pölking

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