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Probleme und Lösungen
Berchtesgaden Nationalpark, Deutschland
Probleme und Lösungen
Die biologische Vielfalt und die landschaftliche Schönheit des Alpenraum sind bedroht. Das natürliche und kulturelle Erbe der Alpen geraten unter massiven Druck von Globalisierung und Kommerzialisierung. Die Natur wird  zurückgedrängt und zerstört.  Schonende Nutzungsformen verschwinden. Kulturelle Besonderheiten verflachen. 

Die Alpenstaaten sind sich heute dieser drohenden  Verluste bewusst und wollen Gegensteuer geben. Sie haben gemeinsam die Alpenkonvention ausgearbeitet, um die Alpen zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Die Alpenkonvention ist das bisher umfassendste Konzept für die nachhaltige Entwicklung einer Region. Sie eröffnet den Menschen und der Natur in den Alpen hoffnungsvolle Perspektiven.

Die ökologischen Bedrohungen im Alpenraum sind bekannt, und Lösungsansätze für eine nachhaltige Nutzung der alpinen Ressourcen gibt es viele. Für den WWF verkörpern diese Bedrohungen Gelegenheiten zur Problemlösung.


Entlebuch
Landwirtschaft

Gut zugängliche Berghänge werden immer intensiver bewirtschaftet und abgelegene Almwiesen sich selber überlassen. Die Intensivierung der Bewirtschaftung oder die Verbuschung verlassener Alpenwiesen und -weiden beeinträchtigen die Biodiversität. Die Berglandwirtschaft ist für den Erhalt der alpinen Naturwerte von grosser Bedeutung.
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Ich würde ja sofort etwas fürs Klima tun. 
Aber ich bin halt nur ein Gletscher, der schmilzt.
Klimawandel

Die Erwärmung des Weltklimas hat in den Alpen bereits sichtbare Folgen: Gletscher schmelzen ab und Alpenpflanzen ziehen sich in grössere Höhenlagen zurück –  0,5 bis 4m höher innerhalb von nur zehn Jahren. Die globale Erwärmung und der Klimawandel stellen für die Pflanzen und Tiere der Alpen die grösste Herausforderung dar.
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FSC-zertifizierter Wald im Safiental, Graubünden.
Bergwaldnutzung

Der Grossteil der Wälder in den Tälern wurde abgeholzt. Die verbliebenen Waldgebiete liegen hauptsächlich an Berghängen, wo sie noch immer grosse Flächen bedecken und als wichtige Wanderkorridore für Wildtiere dienen. Holz ist eine erneuerbare Ressource, welche nachhaltig bewirtschaftet werden muss.
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Flusskraftwerk zwischen Evionnaz und St. Maurice
Wassernutzung

Flüsse und Bäche, Auen und Feuchtgebiete in den Alpen wurden in der Vergangenheit stark verändert, dezimiert und trockengelegt. Die Wasserkraft hat durch Wasserentnahmen und Stauseen die Alpenlandschaft fundamental verändert. Nur noch etwa 10% aller Flüsse sind heute noch in einem natürlichen oder naturnahen Zustand. Ökostrom und Flussrevitalisierungen geben den Fischen unserer Flüsse eine neue Chance.
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Verbautes Tal in Saastal VS, 2001,
Schweiz.
Verstädterung

Urbanisierte Täler mit ihren Siedlungen und ihrer Verkehrsinfrastruktur wirken als unüberwindliche Barriere für viele Arten und verhindern die Schaffung ökologischer Netzwerke. Eine effiziente Raumplanung, Restriktionen im Bereich der Neubauten und Öko-Brücken auf den Hauptachsen des Strassennetzes könnten diese Probleme regeln.
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Überfüllte Parkplätze an den Talstationen, Zermatt, Täsch, 1990.
Transporte

Fast 120 Millionen Personen und 150 Millionen Tonnen Güter überqueren jedes Jahr die Alpen, davon nur ein Viertel mit dem Zug. Dies verursacht viel Lärm und umweltschädliche Emissionen. Die Umlagerung und Verfrachtung der Güter auf die Schiene könnten diese Probleme lösen.
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Davos, Parsenn - canon à neige
Tourismus

120 Millionen Touristen besuchen pro Jahr die Alpen und üben auf deren Ressourcen einen enormen Druck aus. Für sie stehen alpenweit mehr als 5 Millionen Betten bereit – verteilt auf 303 Tourismus-Zentren. Die Ökobilanz der für die Alpen und deren Bevölkerung ökonomisch lebenswichtigen Tourismusaktivitäten kann durch Anpassung verschiedener Bereiche entscheidend verbessert werden.
Mehr zum Tourismus »


 
WWF Positionspapier zu Grossprojekten in den Alpen
PDF 277 KB
WWF Positionspapier zu Skigebieten in der Schweiz
PDF 1.22 MB
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