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Gewässer: geschwächte Lebensadern Natürliche Gewässer sind wichtige Lebensräume und Wanderkorridore für Tiere, aber auch Zufluchtsorte für Pflanzen. Doch inzwischen sind sie sehr selten geworden. Mehr als 90 Prozent der Fliessgewässer im Alpenraum sind nicht mehr naturnah. Sie werden für die Elektrizitätsgewinnung genutzt und/oder sind verbaut.
Die immer häufiger vorkommenden verheerenden Überschwemmungen zeigen, dass in den Alpen in den letzten Jahrzehnten zu viel „korrigiert“ und zu nahe an die Wildbäche und Flüsse gebaut wurde. Hochwasser, die in der Natur immer wieder vorkommen, werden für den Menschen zu “Katastrophen“.
Inzwischen macht sich die Einsicht breit, den Fliessgewässern im Alpenraum mehr Raum zu geben und Überflutungszonen einzurichten. So können die Spitzen des Hochwassers gebrochen und das Geschiebe abgelagert werden. Die Ausweitungen dienen aber auch der Natur: Auen mit einer natürlichen Dynamik sind besonders seltene und artenreiche und damit wertvolle Lebensräume.
Der WWF kämpft für den Schutz der letzten naturnahen Bäche und Flüsse, unterstützt die Revitalisierung von Gewässern und fördert die ökologisch verträgliche Elektrizitätsgewinnung mit dem Gütesiegel “naturemade star“.
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