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Tiere in den Alpen
Tiere in den Alpen
Wie viele verschiedene Tierarten im Alpenraum leben, wissen wir nicht. Wissenschafter schätzen, dass in den Alpen mehr als 30000 Tierarten vorkommen. Mit Abstand am meisten Arten zählen zu den Käfern, sind klein und werden meistens übersehen. Doch im Netz der Natur hat jede noch so winzige Art ihren Platz. 
Apollofalter (Parnassius apollo). Muzo-Tal, Chewsureti National Park, Ostkaukasus, Georgien.
Insekten
Nur ganz wenige Insekten, allen voran prächtige Schmetterlinge wie der Apollofalter (Parnassius apollo) finden die Bewunderung der Menschen. Doch die meisten anderen über 2500 Tag- und Nachtfalter dagegen werden nicht beachtet.
Schneehuhn
Vögel
Rund 200 verschiedene Vogelarten brüten im Alpenraum. Einige haben sich den schwierigen Lebensbedingungen im Hochgebirge besonders angepasst, wie beispielsweise das Schneehuhn, dass sein Federkleid im Winter weiss färbt und sich in Schneehöhlen eingegraben vor der Kälte schützt.
Murmeltier
Säugetiere
Wer an Säugetiere denkt, sieht meistens die grossen wie Braunbär, Steinbock oder Hirsch vor sich. Doch die häufigsten der etwa 80 in den Alpen lebenden Säugetierarten sind Mäuse, Spitzmäuse, Wühlmäuse und Fledermäuse. Drei Arten leben ausschliesslich in den Alpen: die Bayerische Kurzohrmaus, die Alpenwaldmaus und die Gemse der Chartreuser Berge.
Für den Winter in den Bergen haben sich die Tiere auf verschiedene Weise bewappnet. Die Gemsen verfügen über eine besondere Haut zwischen den Zehen, welche das Einsinken im Schnee verhindert. Viele andere Tiere verbringen die kalte Jahreszeit im Winterschlaf. Am bekanntesten ist das Murmeltier.
Schwarzer Alpensalamander auf Moos. Alpensalamander
Amphibien und Reptilien

Insgesamt sind in den Alpen 21 Amphibien-  und 15 Reptilienarten heimisch. Ausser einer Salamanderart (Salamandra lanzai), die nur in kleinen Teilen der kroatischen Alpen lebt, kommt keine Art nur in den Alpen vor. Der Alpensalamander und die Kreuzotter bevorzugen jedoch Lebensräume in bergbaulichen und subalpinen Gebieten.

Die meisten Amphibien und Reptilien sind stark bedroht, da viele Feuchtgebiete in den letzten hundert Jahren entwässert und zahlreiche Wanderrouten durch Strassen zerschnitten wurden.
Bachforelle
Fische
Auch die rund 80 Fischarten müssen mit ungünstigen Lebensbedingungen fertig werden. Viele Gewässer sind kanalisiert, betoniert und verschmutzt. Oftmals fehlt in den Bächen das Wasser, da es für die Stromerzeugung abgezapft wird und die Restwassermengen bei den Wasserkraftwerken zu gering sind oder nicht respektiert werden.
Wolf (Canis lupus) Dieses dressierte Tier lebt in Gefangenschaft.
Grossraubtiere
Seit einigen Jahren finden Arten, die vor langer Zeit von den Menschen ausgerottet wurden, den Weg zurück in die Alpen. Auf leisen Pfoten kehren Luchs, Wolf und Bär zurück. Der WWF begrüsst ihre natürliche Rückkehr (in der Schweiz wurde nur der Luchs wiederangesiedelt) und hilft mit, Konflikte mit Schafhaltern, Ziegenzüchtern und Imkern zu lösen, zum Beispiel mit Herdenschutzmassnahmen. Der Weg bis zur vorbehaltlosen Akzeptanz der Rückkehrer und einem friedlichen Zusammenleben zwischen Mensch und Grossraubtieren ist jedoch noch lang.
Flügelspannweite Bartgeier.
Der Bartgeier: eine Erfolgsgeschichte
Nach 30 Jahren Einsatz und erfolgreicher Wiederansiedlung des Bartgeiers konnten in den Schweizer Alpen die ersten in der Freiheit zur Welt gekommenen Jungvögel gesichtet werden.
 
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