Riesenotter
Wissenschaftlicher Name:
Pteronura brasiliensis
Lebensraum:
Flüsse, Altarme, Seen, Bäche und Sumpfgebiete im tropischen Regenwald Südamerikas, vor allem in Brasilien und Peru
Bestandsgrösse:
Keine genauen Bestandsangaben bekannt
Trend: abnehmend
Gefährdungsstatus:
IUCN: stark gefährdet
CITES: Anhang I
Bedrohung des Riesenotters
Früher war der Riesenotter vor allem wegen der Jagd bedroht. Heute gefährdet ihn primär die
Zerstörung seines Lebensraumes. Menschliche Siedlungen breiten sich überwiegend vom Wasser her aus. Damit einher gehen
Wasserverschmutzung (u.a. Quecksilber), Fischfang und Tourismus.
Beim Goldwaschen wird oft Quecksilber eingesetzt. Über die Nahrung nimmt der Riesenotter das hochgiftiges Quecksilber auf. Ausserdem werden die Flüsse überfischt. Damit wird dem Riesenotter seine Nahrungsquelle genommen. Ein weiteres Problem sind
Störungen durch Menschen. Fischer, Jäger, Touristen und Motorboote vertreiben die scheuen Otter. Wenn Fischotter derart gestört und gestresst werden, stellen die Mütter ihre Milchproduktion ein. Als Folge verhungern die Jungtiere.
WWF-Engagement für den Riesenotter
Seit 1971 setzt sich der WWF für den Erhalt der Amazonas-Regenwälder ein. Damit engagiert sich der WWF auch für den Lebensraum des Riesenotters und vieler anderer bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Auf Initiative des WWF und mit Unterstützung internationaler Geldgeber wurde 2002 gemeinsam mit der brasilianischen Regierung das mit Abstand grösste und umfassendste Tropenwaldschutzvorhaben weltweit begonnen: das
Amazon Region Protected Areas Programme (ARPA). Hauptziel: Bis 2016 sollen 600000 km
2 brasilianischer Amazonas-Regenwald durch ein umfassendes Netzwerk von Schutzgebieten gesichert werden. Die Umsetzung dieses Programms wird massgeblich vom WWF mitgestaltet.