Mein WWF Français Italiano      
Der WWF   Das können Sie tun   News & Service  
     Suche starten
 
Home > Der WWF > Unsere Themen > Biodiversität > Arten > Tierportraits > Wal drucken    Seite weiterempfehlen
Unsere Themen
Klima
Biodiversität
Arten
Artenschutz International
Artenschutz national
Tierportraits
Lebensräume
Leistungen der Natur
Wald
Wasser
Alpen
Meere & Küsten
 
Wal
Killerwal (Orcinus orca), Norwegen.
Giganten der Meere
Die Wale (Cetaceae) entwickelten sich vor mehr als 30 Millionen Jahren. Wale sind warmblütige Säugetiere, die ihre Jungen unter Wasser gebären und mit Milch säugen. Als Säugetiere atmen sie mit Lungen und müssen deshalb in regelmässigen Abständen zum Atmen an die Wasseroberfläche. Die komprimierte Atemluft wird durch ein Blasloch ausgestossen.

Zur Familie der Wale gehören über 80 verschiedene Arten. Allgemein unterscheidet man zwischen Bartenwalen (Mysticeti) und Zahnwalen (Odontoceti).

Die Bartenwale haben ihren Namen von den Barten. Diese reusenartigen Hornkämme im Maul dienen der Nahrungsauf-
nahme. An der Innenseite befinden sich ausgefranste Säume, die die Nahrung aus dem Wasser filtern. Bartenwale ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krebstieren (Zooplankton, Krill). Eine Besonderheit der Bartenwale sind ihre langen Wanderungen durch die Ozeane. Im Sommer halten sich die Wale in kalten, nährstoffreichen Gebieten auf. Zur Paarung und zur Geburt und Aufzucht der Jungen ziehen sie im Herbst in wärmere Regionen. Manche Arten legen dafür bis zu 20000 Kilometer zurück.
33 Meter, 120 Tonnen
Zu den Bartenwalen gehören 11 verschiedene Arten. Am beeindruckendsten ist wohl der Blauwal, der bis zu 33 Meter lang und 120 Tonnen schwer werden kann. Er ist damit das grösste Tier, das je auf der Erde gelebt hat. Der kleinste Bartenwal ist der Zwergwal, der immerhin noch eine Länge von 8 Metern erreicht.

Die zweite Gruppe, zu denen alle Delfine gehören, sind die Zahnwale. Wie ihr Name besagt, besitzen sie für die Nahrungsaufnahme Zähne. Circa 70 verschiedene Arten leben in den Meeren, aber auch im Süsswasser. Man unterscheidet Flussdelfine, Delfinartige, Schnabelwalartige und Pottwalartige. Die Grössenunterschiede sind enorm: Während der Hector-Delfin 1,5 Meter gross wird, kann ein männlicher Pottwal bis zu 18 Meter lang werden.

Viele Walarte, vor allem Grosswale und Flussdelfine, sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Vielen Grosswalen wurde die in den vergangenen Jahrhunderten intensiv betriebene Waljagd zum Verhängnis. Seit 1982 ist deshalb ein internationales Moratorium für die Jagd auf Grosswale in Kraft, an das sich aber leider nicht alle halten. Walfang ist aber nicht der einzige Grund, wieso viele Walarten ums Überleben kämpfen. Neue Bedrohungen sind hinzu gekommen: Giftige Substanzen im Meer, Öl- und Gasförderung in ihren Nahrungsgründen, Zusammenstösse mit Schiffen. Eines der grössten Probleme ist der sogenannte Beifang: Jedes Jahr verenden schätzungsweise 300000 Wale in Fischernetzen, in denen sie sich verheddern. Auch der Klimawandel beeinflusst die Überlebenschancen der Wale, weil das Futterplankton sehr empfindlich auf Wärmeunterschiede reagiert.

Seit Jahren setzt sich der WWF dafür ein, die Bedrohungen für Wale zu verringern. Der WWF fordert, dass Walfang nur unter der strengen Kontrolle der IWC (International Whaling Commission) und nur für den Eigenbedarf erlaubt sein soll, und dass sich auch die Walfangnationen Island, Norwegen und Japan wirklich daran halten. Darüber hinaus unterstützt der WWF die Einrichtung von Walschutzgebieten und setzt sich für Fischfangmethoden ein, welche die Wale nicht mehr gefährden.
Die Internationale Walfangkommission IWC
Die internationale Walfangkommission regelt den kommerziellen Walfang. Sie bestimmt beispielsweise Fangquoten oder Walschutzgebiete. Seit 1986 gilt ein Fangverbot für Grosswale (Moratorium). Dennoch gehen Japan, Island und Norwegen weiterhin auf Walfang. In der IWC sind rund 40 Staaten vertreten, darunter auch die Schweiz.
WWF Tipps zur Walbeobachtung
Whale Watching wird immer beliebter und ist eine gute ökonomische Alternative zum Walfang. Pro Jahr bestaunen 10 Millionen Menschen die Tiere aus der Nähe. Doch nicht alle Anbieter arbeiten seriös. Finden Sie mehr dazu im Pdf-Dokument.
 
Hören Sie sich Walgesang an
WAV 106 KB
Chronik: Walfang und IWC
PDF 32 KB
Whale Watching Tipps
PDF 14 KB
Porträt Blauwal
PDF 168 KB
Porträt Brydewal
PDF 64 KB
Porträt Buckelwal
PDF 146 KB
Porträt Grauwal
PDF 131 KB
Porträt Grönlandwal
PDF 170 KB
Porträt Jangtse-Glattschweinswal
PDF 1.21 MB
Porträt Minkwal
PDF 140 KB
Porträt Nord- und Südkaper
PDF 166 KB
Porträt Pottwal
PDF 118 KB
Porträt Schweinswal (Kleiner Tümmler)
PDF 156 KB
Porträt Seiwal
PDF 162 KB
Species fact sheet: Cetaceans
(in englischer Sprache)

PDF 466 KB

Gemeiner Tümler mit  Jungtier.
Schenken Sie Natur!
Bereiten Sie nicht nur Freude, unterstützen Sie den WWF mit dem Kauf einer Tier-Urkunde.