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Medienmitteilung - Detail
Zürich, 09. Juli 2010
WWF fordert: Jetzt Benzinpreis um 35 Rappen erhöhen
Die heute vom Bund veröffentlichten CO2-Daten für das Jahr 2009 zeigen: Der Bundesrat wird die gesetzlichen Ziele für 2010 verfehlen. Der WWF nimmt dazu wie folgt Stellung:
Während andere Industrieländer im Jahr 2009 ihre CO2-Emissionen im Schnitt um 7 Prozent reduziert haben, blieb die Reduktion in der Schweiz mit lediglich 1 Prozent weit darunter. Der WWF Schweiz kritisiert dieses schlechte Resultat und fordert von der Politik die Umsetzung des Gesetzes. „Die Schweiz muss endlich griffige Massnahmen beschliessen, sonst verkommt der Klimaschutz zu einer reinen Alibiübung“, moniert Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik des WWF Schweiz. „Der Bund muss den Benzinpreis um mindestens 35 Rappen pro Liter erhöhen.“

Hintergrund:

Das CO2-Gesetz sieht bei Verfehlen der Klimaziele eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe vor. Doch Bundesrat und Parlament haben anders entschieden. Die schlechte Bilanz 2009 zeigt nun, dass der eingeschlagene Weg mit dem Klimarappen nicht zum Ziel führt. In der laufenden Revision des CO2-Gesetzes muss das Parlament sowohl die EU-Regelung zur Neuwageneffizienz übernehmen als auch den Benzinpreis der Schweiz an die Nachbarsländer angleichen. Diese Massnahmen würden endlich auch eine Trendwende bei den Verkehrsemissionen erlauben und beweisen, dass es der Schweiz mit Klimaschutz ernst ist.

Kontakt:
Dr. Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik des WWF Schweiz, 076 305 67 37
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