Geothermische Energie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche. Sie wird auch als Erdwärme bezeichnet. Mit Hilfe von Erdwärmesonden oder natürlichen Zirkulationssystemen wie Thermalquellen wird die Wärme an die Erdoberfläche befördert. Dort eignet sie sich insbesondere für Heizzwecke.
In der Schweiz bestehen verschiedene Möglichkeiten die Erdwärme zu nutzen. Die am häufigsten verwendete Technologie ist die vertikale Erdwärmesonde, die bis in einer Tiefe von 250 Metern reichen kann. Werden Sonden tiefer gebohrt, können Temperaturen erreicht werden, die zur Dampf- und somit Stromerzeugung geeignet sind. Solche Geothermie-Kraftwerke sind in der Schweiz in Planung.
Aber auch in Tiefen von wenigen Metern kann durch das Verlegen von sogenannten Erdregistern oder durch das Verwenden von Rohrleitungen in Baufundamenten dem Boden bereits Wärme entzogen werden. Das Fördern von Thermal- und Tunnelwasser stellt weitere Möglichkeiten zur Nutzung geothermischer Energie dar.
Vorteile der Geothermie:
Erneuerbare Energiequelle
Geothermie erzeugt weder Luftschadstoffe noch CO2
Ständige Verfügbarkeit
Geringer Platzbedarf der Anlagen
Nachteile der Geothermie:
Für die Wärmegewinnung aus geringen Tiefen sind Wärmepumpen und somit zusätzlicher Strom nötig.
Fachtagung Strom aus Geothermie vom 23. August 2010
Was sind die Chancen, Risiken, ersten Erfolge und Zukunftsaussichten der Stromgewinnung mit Erdwärme? Dies waren die Fragen, welche anlässlich der vom WWF und Geothermie.ch organisierten Fachtagung in Bern diskutiert wurden.