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Gletscher, Gebirge & Permafrost

In der Schweiz
Die Alpen sind fester Bestandteil der mitteleuropäischen Identität. Sie sind massgeblich am Wasserkreislauf beteiligt und überlebenswichtig für den Tourismus.

Das ewige Eis symbolisiert nicht nur die Schönheit des alpinen Ökosystems. Die gefrorenen Böden - der Permafrost - halten ausserdem die Hochgebirgshänge zusammen und gelten als Schlüsselindikatoren für Klimaveränderungen sowie als Fiebermesser für Temperaturschwankungen.

Seit dem Gletscherhochstand von 1850 sind etwa 100 Gletscher in den Schweizer Alpen verschwunden. Die Alpengletscher verloren in den letzten 150 Jahren rund einen Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihres Volumens. Die Eiszunge des Engadiner Tschierva-Gletschers zum Beispiel hat in den letzten 150 Jahren um 1100 Meter abgenommen.

Gletscher bilden das grösste Süsswasserreservoir - rund 70 Prozent - der Welt. Die Himalaja-Gletscher speisen die sieben grössten Flüsse Asiens und sind Wassegrundlage für über 2 Milliarden Bewohner - rund ein Drittel der Erdbevölkerung. Schmelzen die Gletscher, so leiden Millionen von Menschen an Wassermangel.
Ngawang Tenzing Jangpo, Abt des Mönchsklosters de Tengboche, Nepal.
Ngawang Tenzing Jangpo
Abt des Mönchsklosters Tengboche, Nepal
Der Abt des Mönchsklosters Tengboche in Nepal, Ngawang Tenzing Jangpo, ist der angesehenste Mönch in Khumbu. Er lebt schon seit über dreissig Jahren dort und hat miterlebt, wie sich die Seen bis zum Bersten mit Gletscherschmelzwasser füllten, über die Ufer stiegen und das Gebiet überschwemmten.

«Die Temperatur der Erde steigt. Das ist nicht natürlich.» «Die Menschen werden materialistisch. Es ist ihnen egal.»

«Den Mount Everest zu besteigen kommt immer mehr in Mode. Alle wollen den Gipfel erklimmen. Sie können selber sehen, wie einfach es heute geworden ist. Ich habe gehört, man schafft es in acht Stunden.»
 


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