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Polargebiete
Emperor penguin (Aptenodytes forsteri).
Polargebiet
In der Antarktis wird vor allem die Möglichkeit eines Kollapses des westantarktischen Eisschildes im Verlaufe der nächsten Jahrhunderte diskutiert.
Dies würde zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen.

Das Eis der Arktis hingegen schwimmt im Meer und besteht aus einer bis zu 10 m dicken Packeisschicht. Das Schmelzen dieses Eises führt nicht zu einem Meeresspiegelanstieg, weil das Eisvolumen genau dem verdrängten Wasservolumen entspricht.

Die Arktis ist die Region auf der Welt, in der sich der Klimawandel als erstes sichtbar macht. Schon heute werden die Winter wärmer, der Frühling setzt früher ein und das Eis wird dünner. Kein Wunder, denn die arktische Lufttemperatur ist im letzten Jahrhundert um ganze 5 Grad Celsius angestiegen und das Packeis ist im Sommer nur noch halb so dick.

Mit dem Rückgang des Nordpoleises wird sich der „arktische Ozean“ von einem weissen Reflektor in einen Wärmekollektor verwandeln. Noch werden rund 80 Prozent des Sonnenlichtes durch das Weiss des Eises in den Weltraum zurückgesandt. Bei entsprechendem Eisrückgang könnten dies in Zukunft nur noch 10% sein, respektive 90% Aufnahme der Sonnenenergie. Das würde die regionale Erwärmung verstärken, was zu einer drastischen ozeanischen und atmosphärischen Veränderung führen kann.
Die grosse Schmelze
Die Polargebiete sind riesige Süsswasserspeicher. Schmilzt das Eis in den Polargebieten ab, so verändert sich auch der Salzgehalt des Meerwassers. Das hat Einfluss auf den warmen polwärts fliessenden Golfstrom, der sozusagen die "Zentral- heizung" für Europa ist. Das kalte, salzreiche Meerwasser des Nordatlantik sinkt aufgrund seiner Dichte ab und schiebt es in der Tiefe in Richtung Äquator. In seinem Sog strömt warmes Wasser aus dem Süden nach, das sich dann ebenfalls abkühlt und absinkt.

Und den Eisbären schmilzt das Eis förmlich unter den Pfoten weg. Eisbären verbringen den Grossteil ihres Lebens auf dem Packeis. Hier jagen sie nach ihrer Beute, den Robben. Den Hauptteil ihrer jährlichen Futtermenge nehmen sie zwischen April und Mitte Juni zu sich. Während der Sommerzeit, wenn sich die Bären wegen der Eisschmelze vom Packeis auf das Festland zurückziehen, fasten sie manchmal monatelang.

Das lange Fasten kann ihre Gesundheit aber erheblich gefährden. Die Zeit, in welcher sich die Bären ihre grossen Energiereserven anfressen, wird durch die Klimaerwärmung immer kürzer. Wissenschaftler stellen fest, dass die Hauptursachen für das Sterben junger Eisbären das kleine Nahrungsangebot und die ungenügenden Fettreserven ihrer Mütter sind.
 
Simulation der NASA




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