Murgang, Bergsturz, Erdrutsch und Co.
Wo der gefrorene Untergrund im Alpenraum – der Permafrost – auftaut, wo sich die Gletscher zurückziehen, da bleiben riesige Schutthalden zurück. Als Folge der Klimaerwärmung fehlt dem Boden der „Kitt“, der ihn zusammenhält. Steine, Schutt und Geröll werden nicht mehr gebunden. Ausgelöst durch lang anhaltenden Regen oder Starkniederschläge rutschen Erd- und Felsmassen ab.
Eine schlammige Masse aus Gesteinsbrocken und Wasser rast ins Tal. Tausende Kubikmeter Material können so den Berg hinabdonnern und Siedlungen, Bauten und Strassen zerstören. Auch Bäche und Flüsse werden durch die Gesteinsmassen gestaut. Bricht ein solcher Damm, kommt es zu Flutwellen und Überschwemmungen.
Ob es sich bei einem Ereignis um Murgang, Steinschlag, Fels- oder Bergsturz handelt, wird aufgrund der abgebrochenen Masse definiert. In Zukunft muss jedenfalls in den alpinen Gebieten wegen der kontinuierlichen Klimaerwärmung mit einer höheren Intensität und Häufigkeit von solchen Rutschungen gerechnet werden.