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Klimakonferenz der UNO in Kopenhagen
 

An der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen (COP15) hätte eine Nachfolgeregelung des Kyoto-Protokolls ausgehandelt werden sollen. Das Ende der Konferenz ist ein schlechter Tag für die Welt – und für die Schweiz

Die Regierungschefs der Welt wollen eine gefährliche Klimaerwärmung von über zwei Grad verhindern, haben sie in Kopenhagen beschlossen. Wie sie dieses Ziel erreichen, bleibt offen. Die Klimakonferenz in Kopenhagen endet also mit einer grossen Enttäuschung: Nach unzähligen Verhandlungsrunden liegt ein Papier vor, dass in der Substanz völlig ungenügend und nicht einmal verbindlich ist.

„Das ist ein schlechter Tag für die Welt – und für die Schweiz„, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik beim WWF Schweiz. „Unser Land ist vom Klimawandel besonders stark betroffen, und die Nullrunde von Kopenhagen bringt die Welt einer Erwärmung von vier Grad erschreckend nahe.“

Überraschend kommt dieses Konferenz-Ende für Patrick Hofstetter nicht. Die zwei wichtigsten Gründe für den Misserfolg: „Die meisten Staaten sind mit vielen nationalen Interessen, aber wenig Wille für einen aktiven Klimaschutz nach Kopenhagen gekommen.“ Zudem hat es die Verknüpfung von Umwelt-, Armuts-, Finanz und Sicherheitsproblemen extrem schwierig gemacht, eine gemeinsame Lösung zu finden.

Für den WWF Schweiz ist klar, dass jetzt mit Hochdruck an einem internationalen Abkommen weitergearbeitet werden muss. Spätestens an der nächsten grossen Uno-Klimakonferenz in Mexiko 2010 müssen sich die Industrieländer verbindlich verpflichten, ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 40% zu senken, wie es die Wissenschaft dringend nahe legt. Zudem braucht es jährlich 170 Milliarden Franken, damit auch die Entwicklungsländer die Folgen des Klimawandels bewältigen und ihre Emissionen eindämmen können.

Im eigenen wirtschaftlichen Interesse darf die Schweiz aber nicht einfach auf ein Abkommen warten. „Die Schweiz muss ihre CO2-Emissionen wie andere fortschrittliche europäische Länder bis 2020 unbedingt um 40% reduzieren“, fordert Patrick Hofstetter. Dieses Ziel gehört auch in das neue CO2-Gesetz, das nächstes Jahr im Parlament beraten wird.

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Patrick Hofstetter
Aktuell: Live-Chat mit Dr. Patrick Hofstetter
Am DI, 15.12.2009 beantwortete Dr. Patrick Hofstetter, Mitglied der offiziellen Schweizer Delegation und Klimaexperte des WWF, in einem Live-Chat direkt aus Kopenhagen diverse Fragen. Die Antworten wie auch die Fragen findet man hier».
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