Beim Ziel ist man sich einig: gefährlicher und irreversibler Klimawandel muss verhindert werden. Über den Weg dazu streitet man aber.
Die Wissenschaft prognostiziert: Wird die Erwärmung des globalen Klimas auf maximal 2°C gegenüber vorindustriellem Niveau eingeschränkt, besteht eine gute Chance, irreversible und katastrophale Klimaschäden zu verhindern. Dazu muss der Treibhausgasausstoss - insbesondere beim CO2 - schon zwischen 2013 und 2017 sein Maximum erreichen und danach bis 2050 weltweit um 80 Prozent sinken.
Streit zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern
Die Entwicklungs- und Schwellenländer fordern zu Recht eine Vorreiterrolle der Industrieländer bei den CO2-Reduktionen, da deren vergangenes Wachstum und ihr heutiger Wohlstand auch auf CO2-intensiver Energie basiert. Die Emissionen der Industrieländer sind also Hauptursache des aktuellen Klimawandels. Die Industrieländer ihrerseits verweisen darauf, dass auch die Entwicklungs- und Schwellenländer Anstrengungen unternehmen müssen, damit die Klimakrise überhaupt bewältigt werden kann - auch das stimmt.
Fairness und Vorreiterrolle der Industrieländer
Ohne finanzielle und technische Unterstützung der Entwicklungs- und Schwellenländer für deren Anpassungsmassnahmen an den Klimawandel sowie deren CO2-Reduktionsbemühungen wird es kaum zu einer Einigung kommen. Vor allem, da die am Klimawandel faktisch unschuldigen Entwicklungsländer von dessen Folgen am härtesten getroffen werden.
Ein Abkommen muss deshalb sozial und historisch gerecht sein. Ausserdem sind bei sämtlichen Ländern ambitionierte Emissionsreduktionen nötig. Es liegt an den Industrieländern, mit gutem Beispiel voran zu gehen, den Weg aufzuzeigen und die anderen Länder dadurch an Bord zu holen. Und das ist machbar!