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Baumärkte im Visier des WWF Die Heimwerk- und Gartensaison hat begonnen. Am Wochenende pilgern Herr und Frau Schweizer ins Gartenzenter oder decken sich im Baumarkt mit Baustoffen für die Renovation der Wohnung ein. Frage an Sie: Achten Sie beim Kauf von Gartenmöbeln oder Do it-Produkten darauf, ob sie ökologischen Kriterien entsprechen?
Ökologische Produkte sind sowohl für Ihre Gesundheit als auch für die Umwelt besser. Deshalb unterzog der WWF die sieben grössten Baumarkt-Anbieter einem Umwelt-Rating. Das Rating zeigt: Das ökologische Angebot an Heimwerker- und Gartenprodukten ist bei vielen Anbietern dürftig. Migros und Coop liegen mit Abstand an der Spitze. Die grossen Riesen aus dem Ausland achten kaum auf ökologische Qualität. Kein Anbieter überzeugte den WWF in allen untersuchten Sortimentsbereichen – Handlungsbedarf besteht bei allen.
Anhand von 83 Kriterien in 5 Performancebereichen bewertete der WWF die Sortimente Holz und Holzprodukte, Farben und Lacke, Baumaterialien, Gartenprodukte sowie die Gesamtstrategie der Unternehmen bezüglich der Förderung von ökologischen Produkten. Verglichen wurden die Detailhändler Bauhaus, Coop, Do it Baumarkt, Hornbach, Jumbo, Migros und Obi. Bauhaus beantwortete als einziges Unternehmen den Fragebogen nicht, wurde aber aufgrund von externen Quellen und dem „Ladenbesuch“ bewertet.
Die Ergebnisse im Detail:
- Migros und Coop liegen mit Abstand an der Spitze. Sie überzeugen aber nicht überall; bei den Farben und Lacken liegen sie unter dem Durchschnitt. Bei den Holzprodukten und bei der Gesamtstrategie zur Förderung nachhaltiger Produkte beim Einkauf und bei der Vermarktung schwingen sie aber klar oben aus.
- Jumbo, Obi und Do it Baumarkt liegen im Mittelfeld. Sie verfügen über keine verbindliche Einkaufstrategie für nachhaltige Produkte, was sich im Sortiment deutlich niederschlägt.
- Hornbach und Bauhaus erzielten insgesamt das schlechteste Resultat. Zwar liegt Hornbach bei den Farben an der Spitze, was vor allem auf das grosse Angebot mit dem Blauen Engel ausgezeichneter Farben und Lacke zurückzuführen ist. Bei Bauhaus sucht die Konsumentin praktisch vergebens nach ökologischer Qualität bei Holz oder bei Holzwerkstoffen: Nur wenige FSC-zertifizierte und als solche deklarierte Holzprodukte sind im Sortiment zu finden.
Die Schlussfolgerung des WWF-Ratings ist, dass eine übergeordnete Einkaufs- und Vermarktungspolitik Wirkung im Produktsortiment zeigt. Punktuelle Massnahmen alleine genügen nicht.
Diese Labels empfiehlt der WWF:
- Holz: FSC
- Farben/Lacke: Blauer Engel, natureplus, Österreichisches Umweltzeichen
- Baumaterialien: Blauer Engel, natureplus
- Gartenprodukte: FSC (Gartenmöbel), Bio (Pflanzen, Dünger, Erden)
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