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Illegaler Holzschlag
Illegaler Holzschlag ist einer der Hauptgründe für den immensen Verlust von Tropenwald.
Nur wenige profitieren vom illegalen Holzschlag
Ob Amazonasgebiet, Indonesien oder der ferne Osten Russlands: In über 70 Ländern plündern illegale Holzfäller die Wälder. Rund 80% der einstigen Urwälder der Erde sind bereits zerstört. Von den verbliebenen Urwäldern sind rund 40% akut bedroht. Illegaler Holzschlag ist einer der Hauptgründe für den immensen Verlust. Die Holzmafia macht ein Multi-Millionen-Dollar-Geschäft, indem sie gegen Gesetze verstösst. Illegaler Holzschlag heisst zum Beispiel, dass man Waldflächen über genehmigte Gebiete hinaus nutzt oder, dass man Holz in Schutzgebieten ohne Bewilligung schlägt.

Die illegale Abholzung ist für die Natur und für uns Menschen ein grosser Verlust. Illegale Machenschaften treten aber nicht nur bei der Abholzung, sondern auch bei der Weiterverarbeitung und dem Transport auf: Beispiele sind gefälschte Zolldokumente, nicht zulässige Holzexporte wie auch unterschlagene Gebühren und Steuern. Die kurzfristigen Gewinne aus dem Holzverkauf fliessen in die Taschen der Holzmafia. Die langfristige Zerstörung des Lebensraumes hingegen müssen alle tragen.

Die Auswirkungen des illegalen Holzschlags sind gross: Verlust der Tier- und Pflanzenarten, geringere Waldgesundheit und Verlust der Natürlichkeit der Wälder. Oftmals werden die Wälder komplett kahlgeschlagen oder in Plantagen umgewandelt. Mit der Waldvernichtung verlieren Tiere ihren Lebensraum und der Bevölkerung und den Ureinwohnern wird die Lebensgrundlage zerstört.

Durch den illegalen Holzhandel entgehen dem Staat zudem Steuereinnahmen, auf die gerade arme Länder angewiesen wären. In Indonesien etwa verschwinden jährlich fast 2 Mio. ha Wald weitgehend durch unerlaubten Holzschlag. Denn in Indonesien wird etwa dreimal soviel Holz geschlagen, wie erlaubt wäre. Das Land verlor zwischen 1990 und 2005 knapp ein Viertel seiner Waldfläche. In der gleichen Zeitperiode zerstörte Brasilien durch die Abholzung des Regenwaldes jährlich knapp 3 Mio. ha des wertvollen Naturparadieses.

Doch es geht auch anders: Das FSC-Label und eine klare Holzdeklaration helfen gegen den Raubbau und den illegalen Kahlschlag vorzugehen.


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WWF-Hintergrundinformation zu illegalem Holzeinschlag (WWF Deutschland, April 2008)
PDF 107 KB
WWF-Regierungsbarometer - Schweiz im Rückstand
PDF 65 KB
Fragen & Antworten zum Tropenwald
PDF 85 KB