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Der Nase nach - für lebendige Flüsse
Der Nase nach - für lebendige Flüsse
Der Nase stinkt’s in unseren Flüssen und das liegt nicht nur an der Wasserqualität: Begradigungen, Verbauungen, Wanderhindernisse, Schwall-Sunk, und weitere Faktoren bedrohen die Nasenbestände. Der WWF setzt sich für die Rückkehr der Nase ein, denn die Nase stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Was gut ist für die Nase, ist auch gut für andere Arten und für den Menschen.

Auf geht’s, immer der Nase nach – zu lebendigen Flüssen.

Was wollen wir erreichen?
Bis 2015 sollen in 15 Flussgebieten Revitalisierungen umgesetzt werden, die ersten sieben bis 2011. Dadurch soll sich die Bedrohungssituation der Nase entscheidend verbessern.

Wie wollen wir das erreichen?
  •  Monitoring: Durch eine Umfrage und Untersuchungen wollen wir mehr über die verbliebenen Restpopulationen und ihre Bedrohungsursachen erfahren. Helfen Sie uns, machen Sie mit beim Nasenmonitoring oder melden Sie uns Ihre Beobachtungen. Siehe Downloads
  • Revitalisierungen / Vernetzung: Wo Platz vorhanden ist, werden Flüsse aufgeweitet und kanalisierte Abschnitte revitalisiert. Fehlende Lebensraumtypen, z. B. Altarme, werden gezielt geschaffen. Durch die Sanierung von Wanderhindernissen werden wichtige, ehemalige Lebensräume wieder erschlossen.
  • Öffentliche Unterstützung: Renaturierungen brauchen die Unterstützung der Bevölkerung. Mit Exkursionen, Vorträgen und Artikeln soll Sympathie für die Nase und andere Gewässerlebewesen gewonnen werden.
  • Nutzung anpassen: Für die wichtigsten Flussabschnitte werden Gewässerentwicklungskonzepte (z. B. genügende Restwassermengen, Verminderung von Schwall-Sunk) verabschiedet, welche das Überleben der Nasen sicherstellen.
  • Nachzuchtprogramm: Für den Wiederbesatz in verwaiste Flussabschnitte und bei geschwächten Beständen werden junge Nasen benötigt werden. Ein koordiniertes Nachzuchtprogramm soll ins Leben gerufen werden.

Weitere Infos finden Sie im Projektbeschrieb (Downloads).


1. Schweizerischer Workshop „ Artenschutz Nase“
Am 25.9.2007 trafen sich über 20 Fachleute aus Bund, Kantonen, Forschung und Verbänden an einem vom WWF Schweiz organisierten Workshop in Olten (Programm und Teilnehmerliste als Downloads).

Den Teilnehmern bot sich die Gelegenheit die Entwicklung der Nasenbestände verschiedener Flussgebiete zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und zukünftige Projekte zu koordinieren. Die interessanten Präsentationen und eine kurze Zusammenfassung der Diskussionen in den Arbeitsgruppen finden Sie als Downloads.

Auch wenn an einzelnen Orten ermutigende Erfahrungen und Beobachtungen gemacht werden konnten, hat die Mehrzahl der anwesenden Fachleute die Situation der Nase in der Schweiz als sehr kritisch beurteilt. Da keine klar erkennbare, reversible Bedrohungsursache sondern ein Kombination verschiedener Faktoren für den Rückgang der Nase verantwortlich gemacht wird, werden koordinierte, grossräumige Massnahmen als am erfolgsversprechendsten angesehen. Um ein koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten wurde die Gründung einer Kerngruppe angeregt. Auch eine Genetik-Studie wird als dringlich erachtet, damit Besatzmassnahmen zur Bestandesstützung und Wiedereinführung in Zukunft möglich sind. Der WWF ist überzeugt, dass Informationsaustausch und Koordination ein wesentlicher Teilschritt auf dem Weg zur erfolgreichen Umsetzung von Massnahmen zur Förderung der Nase sind.
 
Factsheet Nase
PDF 2.03 MB
Nase: Steckbrief
PDF 278 KB
Nase: Projektbeschrieb
PDF 383 KB
Nase: Mitmachen / Monitoring
DOC 26 KB
Nase: Meldeformular
DOC 26 KB
Flyer Programm Workshop
PDF 295 KB
Teilnehmerliste
PDF 12 KB
Der Nase nach - für lebendige Flüsse, M. Huber WWF Schweiz
PDF 5.84 MB
Die Wasser-Aktivitäten des WWF Schweiz, A. Knutti WWF Schweiz
PDF 876 KB
litho-rheophile Fische, Artenförderungskonzept, D. Hefti, BAFU
PDF 1.51 MB
Nasen im Kanton BE, T. Vuille FI Bern
PDF 1.72 MB
Nasenprogramm BS und BL, D. Zopfi
PDF 994 KB
Warum verschwindet die Nase, WFN
PDF 5.67 MB
Zusammenfassungen der Diskussionen in den Arbeitsgruppen
PDF 28 KB