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Baobab-Bäume in Madagaskar Madagaskar ist einer der grössten Inselstaaten weltweit. Im westindischen Ozean gelegen, konnte sich auf dieser Insel vor der Küste Südostafrikas über Jahrtausende eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln. Lesen Sie mehr dazu im nebenstehenden Download „Madagaskar: ein Überblick“.
Aktuell: Hoffnung für Madagaskars Edelhölzer
Zwei Jahre WWF-Lobbying tragen erste Früchte. Der Staat Madagaskar hat seine einzigartigen Edelhölzer zur Aufnahme ins Artenschutzabkommen CITES Anhang III vorgeschlagen. Für Tiana Ramahaleo vom WWF Madagaskar ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung. Bisher war keine einzige der stark gefährdeten Holzarten vor internationalem Handel geschützt. Was besonders nach dem politischen Machtwechsel im Frühling 2009 in unkontrollierten Raubzügen gipfelte - auch in Gebieten wie dem UNESCO Weltnaturerbe Masoala.

Bis heute sind bereits 90% der ursprünglichen Waldfläche verloren. Ein weiterer, ungebremster illegaler Holzschlag hätte das sichere Ende für die seltenen Edelhölzer und das einzigartige Ökosystem Madagaskars bedeutet. CITES Anhang III verbietet zwar den Handel nicht, erschwert ihn aber dank der Deklarationspflicht massiv.
WWF-Projekte auf Madagaskar
Die folgenden zwei Projekte zeigen auf, wie der WWF zusammen mit der Lokalbevölkerung die Umwelt schützt. Wobei das abgeschlossene Manambolo-Projekt die Grundlagen für das neue Waldkorridor-Projekt geliefert hat.
Ringelschwanzlemur, Madagaskar
Waldkorridor auf Madagaskar
Der WWF setzt sich in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen für den Erhalt der einmaligen Waldlandschaft Madagaskars ein. Lesen Sie mehr zum Projekt im nebenstehenden Download „Waldkorridor Madagaskar“.
Parsons Chamäleon (Calumma parsonii). Mann mit einem Männchen und einem Weibchen. Ostmadagaskar Wegen ihrem eindrucksvollen Aussehen wurden Parsons Chamäleons in grossen Zahlen in die USA eingeführt, bevor 1994 der Import aller auf Madagaskar beheimateten Chamäleon-Arten bis auf vier verboten wurde. Da diese Tiere sehr empfindlich und stressanfällig sind und von den Importeuren nicht die richtigen Pflege erfuhren, starben die meisten kurz nach ihrer Ankunft in den USA. Schätzungen zufolge könnte
Manambolo: Dörfer verwalten ihren eigenen Wald (abgeschlossenes Projekt)
Der Manambolo-Wald im Südosten Madagaskars ist Teil eines Korridors zwischen den beiden Nationalparks Ranomafana und Andringitra. Diese artenreichen Wälder beherbergen viele seltene Tiere wie den Katta-Lemuren oder den Ringelschwanz-Lemuren. Bis vor wenigen Jahren verkleinerte sich die Fläche des Manambolo- Waldes jedoch rapide. Der Wald in Madagaskar gehörte dem Staat, und jeder konnte sich darin bedienen. Mit der Übertragung der Nutzungsrechte vom Staat an die Bevölkerung ging auch die Verantwortung zum Schutz des Waldes an die lokalen Dorfgemeinschaften.

Das brachte im Tal von Manambolo die Wende. Unterstützt vom WWF begannen 13 Dorfgemeinschaften ihre Wälder selbst zu verwalten und erarbeiteten mit den Dorfältesten Richtlinien, die festhalten, wo die Wälder mit Sorgfalt nachhaltig genutzt werden können.

Was im Manambolo-Tal inzwischen erfolgreich funktioniert, setzt nun der WWF auch in andern Dörfern um. Ein Beispiel hierzu ist das oben vorgestellte Projekt "Waldkorridor auf Madagaskar".
 
Madagaskar: ein Überblick
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Waldkorridor Madagaskar
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