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Thunfischprojekt Philippinen
Der WWF setzt sich auf den Philippinen für das Überleben von Gelbflossenthun und Fischern ein.
Hoffnung für den Gelbflossenthun
Den Thunfisch-Beständen im Indopazifik geht es schlecht. Die Menschen im Korallendreieck leben aber vom Thunfischfang, sind also direkt davon abhängig. Doch industrielle Fischerei, Überfischung und ungenügendes Management gefährden die Bestände und damit das Einkommen der kleinen Fischer. Der WWF engagiert sich für schonende Fischfangmethoden und bestandserhaltende Fangquoten. Davon profitieren auch die lokalen Fischer.

Der weltweit wachsende Konsum von Thunfisch ist mitverantwortlich für die Bedrohung der gesamten Artenvielfalt des Korallendreiecks im Indopazifik. Der Grund dafür ist, dass fast alle grossen Thunfischarten hier industriell gefangen werden – ohne Rücksicht auf die Umwelt und die Bestände.
Überfischung und Beifang gefährden die Bestände
Die zunehmende Überfischung gefährdet die Thunfisch-Bestände. Vielerorts ist der Fischfang ungenügend geregelt oder die Gesetze werden nicht eingehalten. Bei den industriellen Fangmethoden mit Ringwadennetzen und Langleinen werden nebst erwachsenen Thunfischen auch Jungfische und viele andere Fisch- und Tierarten als Beifang gefangen. Diese Fische und Tiere wie Schildkröten verenden oder werden – wenn sie nicht genutzt werden können – verletzt wieder ins Meer geworfen.

Als grosser Raubfisch hat der Thunfisch im Korallendreieick eine wichtige Funktion: Er sorgt für das ökologische Gleichgewicht unter den Fischarten. Verkleinert sich sein Bestand noch mehr, wird sich dies auf das gesamte Ökosystem auswirken. Auch die lokalen Fischer werden darunter leiden. Für ihren Lebensunterhalt sind sie nämlich auf gesunde Fischbestände angewiesen.
Erste Schritte zu nachhaltigem Thunfischfang
Um die Artenvielfalt des Korallendreiecks zu bewahren und die Existenz der Kleinfischer zu sichern, muss ein Umdenken stattfinden – nicht nur bei den Fischern vor Ort, sondern auch bei den Händlern und den Konsumenten in Europa. Dafür setzt sich der WWF ein. Auf den Philippinen hat der WWF zusammen mit Partnern wie Coop oder Bell Seafood ein Projekt für die nachhaltige Gelbflossenthun-Fischerei lanciert.

Die beteiligten Fischer arbeiten auf traditionelle Weise mit Holzbooten und mit Handleinen. Diese schädigen die Umwelt kaum. Sie ködern Thunfische einzeln und reduzieren so den Beifang beträchtlich. Dabei wird ein neuartiger Rundhaken eingesetzt. Der Vorteil: Meerestiere wie Schildkröten bleiben nicht mehr an den speziellen Haken hängen. Mit klar deklarierten Fangzonen und regulierten Fangquoten wird zudem der Überfischung Einhalt geboten.
Das Ziel lautet MSC
Der Marine Stewardship Council (MSC) ist ein global anerkannter Standard für umweltschonende Fischerei. Mit dem Gelbflossenthunfisch-Projekt wird eine MSC-Zertifizierung angestrebt, was die Position der Fischer verbessern wird, denn die Projektpartner gewähren ihnen langfristigen Zugang zu Abnahmemärkten, zum Beispiel in Europa. Denn immer mehr Unternehmen und Konsumenten setzen auf das MSC-Label. Damit haben auch kleine Fischer auf dem globalen Fischmarkt eine Chance.
Bilder aus dem Thunfisch-Projekt auf den Philippinen
 
Das können Sie tun:
  • Achten Sie bei Fisch aus Wildfang auf das MSC-Label.
     
  • Achten Sie bei Zuchtfisch auf biologische Produktion.
     
  • Bevorzugen Sie einheimischen Fisch.
     
  • Unterstützen Sie uns mit einer Spende.
     
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