Biologische und kulturelle Vielfalt
Der Mekong ist eines der grossen Flusssysteme der Welt mit einer reichen Artenvielfalt, welche nur noch vom Amazonas übertroffen wird. Das Einzugsgebiet des Mekong umfasst Tropenwälder im Annamiten-Gebirge wie auch flache, überschwemmte Wälder, Feuchtgebiete und Savannen.
Seit 1997 wurden in der Mekong-Region über 1000 Tier- und Pflanzenarten neu entdeckt. Wegen Kriegen blieben die Mekong-Länder zuvor für die wissenschaftliche Erforschung über Jahrzehnte verschlossen. Unter den neu beschriebenen Arten finden sich beispielsweise die weltgrösste Jägerspinne, der Zyanid produzierende Drachentausendfüssler oder die Laotische Felsenratte, von der man bisher dachte, sie sei seit elf Millionen Jahren ausgestorben. Zu den Neuentdeckungen zählen insgesamt über 500 Pflanzen, fast 300 Fische, zahlreiche Frösche, Spinnen, Eidechsen, Schlangen wie auch einige Säugetiere, Vögel, Schildkröten, Salamander und Kröten. Damit zählt die Region am Mekong zu einer der artenreichsten der Welt. Lesen Sie mehr dazu im nebenstehenden Download „Report: Greater Mekong – Greater Biodiversity (English)“.
Mit dem "Greater Mekong Programme" will der WWF dazu beitragen, dass die rasante wirtschaftliche Entwicklung der Anrainerstaaten China, Myanmar (Burma), Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam mit einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen in Einklang gebracht wird.