Mein WWF Français Italiano      
Der WWF   Das können Sie tun   News & Service  
     Suche starten
 
Home > Der WWF > Internationale Projekte > Südamerika > Atlantikwald > Argentinien drucken    Seite weiterempfehlen
Internationale Projekte
Afrika
Asien
Südamerika
Amazonas
Atlantikwald
Pantanal
Europa

 
Argentinien
Wasserfälle im argentinischen Atlanikwald
Argentinien, Atlantischer Regenwald: Holzproduktion und Waldumwandlung bedrohen das einmalige Paradies
Im argentinischen Teil des Atlantikwaldes – besonders bekannt durch die berühmten Iguazú-Wasserfälle, die jedes Jahr von tausenden einheimischen und internationalen Touristen besucht werden – sind im Gegensatz zu Brasilien und Paraguay noch ca. 50% der ursprünglichen Waldfläche erhalten. Die Hauptbedrohung liegt weniger in der Umwandlung in landwirtschaftliche Nutzflächen als vielmehr in der Holzproduktion, Naturwälder werden nicht selten zu Plantagen umfunktioniert. Eine reiche Biodiversität kann jedoch nur in naturnahen Strukturen erhalten bleiben. So braucht der Jaguar, der unbestrittene „König“ des Atlantikwaldes, grosse zusammenhängende Waldgebiete für sein Überleben. Nur wenn er dort ausreichend Nahrung findet, kommt er nicht in Konflikt mit dem Menschen.
Deshalb setzt sich der WWF über die argentinische Stiftung Vida Silvestre ein für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen (insbesondere des Waldes), unterstützt die Einrichtung, Vernetzung und das gute Management von Schutzgebieten, treibt die Landnutzungsplanung voran und informiert die Bevölkerung über die Bedrohung des Atlantikwaldes sowie Lösungsansätze.

Eine Agro-ökologische Kooperative in Argentinien produziert regionale Produkte wie Palmherzen und Ananas und verarbeitet diese in einer kleinen Fabrik weiter.
Einige Beispiele für diese Arbeit:
  • Eine Agro-ökologische Kooperative produziert regionale Produkte wie Palmherzen und Ananas und verarbeitet diese in einer kleinen Fabrik weiter. Dies erhöht die Einkommen der lokalen Bevölkerung und gibt Anreize, den Wald zu erhalten.
  • In einer breit angelegten Umweltbildungskampagne zum Thema „Jaguar“ nahmen 2007 Kinder von 4500 Klassen aus 800 Schulen der Region an Wettbewerben, Aktionstagen und Ausstellungen teil. Getreu dem Motto des Wettbewerbes wollen sie „Eine Spur hinterlassen – Ihr Erbe mit der Kraft des Jaguars erhalten“
  • Seit vier Jahren erforschen Wissenschaftler mit Unterstützung des WWF die Lebensweise des Jaguars im Atlantikwald. Mit zusätzlichen Informationen über seine Ansprüche an den Lebensraum und die Bedrohungen können Schutzmassnahmen gezielter eingesetzt werden. Mittelfristig soll die Anzahl der Jaguare in der Gegend wieder 250 Individuen erreichen. Mehr Infos zum Jaguar »
  • Bestehende Schutzgebiete werden vernetzt, indem in den „Lücken“ neue Schutzgebiete gegründet werden oder naturnähere Bewirtschaftungsweisen gefördert werden.

1.2 Millionen Hektar Atlantikwald vor Rodung geschützt
In der argentinischen Provinz Misiones dürfen seit September 2010 keine Naturwälder mehr gerodet werden. Verantwortlich dafür ist ein neues Landnutzungsgesetz. Damit sind rund 80% des verbleibenden Atlantikwaldes in Argentinien geschützt. Unsere Partnerstiftung Vida Silvestre hat sich intensiv dafür eingesetzt. Auf nationaler Ebene schreibt ein Gesetz seit 2007 ein komplettes Rodungsverbot für alle verbleibenden Wälder in Argentinien vor, bis eine entsprechende Landnutzungsplanung der einzelnen Provinzen vorliegt. Misiones ist die erste Provinz Argentiniens, die diese Pflicht erfüllt hat.
 
Der Jaguar scheint fast ein wenig stolz auf sein neues Halsband
Jaguar-Projekt in Argentinien
Die industrielle Land- und Forstwirtschaft dringt immer weiter in den Wald vor. Damit verliert der Jaguar zunehmend seinen Lebensraum. Unter folgendem Link erfahren Sie, wie sich der WWF für den Jaguar in Argentinien einsetzt.

Mehr zum Jaguar-Projekt in Argentinien »

Bericht Atlantikwald WWF Magazin 1/2007
PDF 492 KB