
Die Better Cotton Initiative BCI wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, die Baumwollproduktion in Richtung mehr Nachhaltigkeit zu entwickeln und damit die schädigenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu reduzieren. Davon profitieren Baumwollbauern, Feldarbeiter und langfristig auch die Umwelt. Mit dabei sind Vertreter diverser Interessengruppen entlang der Baumwoll-Wertschöpfungskette: vom Bauern bis zu global tätigen Modeketten und auch Nichtregierungsorganisationen. Neben bekannten Unternehmen wie H&M, Ikea oder der Migros wirkt auch der WWF seit der Gründung bei der BCI mit.
Die gemeinsam mit dem WWF entwickelten Prinzipien richten sich an Produzenten, die
- schädigende Einflüsse durch Pflanzenschutzmittel verringern wollen
- Wasser effizient einsetzen und sich für die gerechte Verteilung von Wasser engagieren
- den Boden gesund erhalten wollen
- natürliche Lebensräume schützen
- die Qualität der Baumwollfaser schonen und
- eine gerechtes Arbeitsumfeld schaffen wollen.
Die daraus entstandenen Kriterien sollen sicherstellen, dass nachhaltig produzierte Baumwolle nicht nur wasser-, boden- und umweltschonend ist, sondern auch sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll hergestellt wird. Hierfür verfolgt der WWF drei Strategien:
- Vorantreiben eines Runden Tisches und freiwilliger Standards
- Entwicklung besserer Managementpraktiken
- Veränderung der staatlichen Regulierungsmechanismen
Der WWF setzt sich dafür ein, dass bis 2020 über 25% der gehandelten Baumwolle nach den BCI-Standards produziert wird. Im Oktober 2010 kamen die ersten 40000 t nachhaltig produzierte BCI-Baumwolle auf den Weltmarkt. Bis 2015 sollen es 1 Mio. t sein. Dies entspricht 4% der heutigen Weltproduktion.
Lesen Sie mehr zum Thema in nebenstehenden Downloads „Fact sheet: Cotton“ (in Englisch) und „BCI: Fragen und Antworten“ (in Englisch).