Viele Faktoren bedrohen das natürliche und kulturelle Erbe der majestätischen Alpen. Aber es gibt auch Wege aus der Gefahr.
Probleme & Lösungen
Klimawandel
Die Erderwärmung zeigt sich bereits im Abschmelzen der Gletscher. Auch die Alpenpflanzen ziehen sich in grössere Höhenlagen zurück – 0,5 bis 4 Meter innerhalb von nur zehn Jahren. Die globale Erwärmung und der Klimawandel stellen für die Tiere und Pflanzen der Alpen die grösste Herausforderung dar.
Landwirtschaft
Die Intensivierung der Bewirtschaftung gut zugänglicher Berghänge und die gleichzeitige Verbuschung verlassener Alpwiesen und -weiden gefährden die Biodiversität. Für den Erhalt der alpinen Natur ist die nachhaltige Landwirtschaft von grosser Bedeutung.
Bergwaldnutzung
Der Mensch hat in den Tälern den Grossteil der Wälder abgeholzt. Die verbliebenen Waldgebiete liegen hauptsächlich an Berghängen, wo sie noch immer grosse Flächen bedecken und als wichtige Wanderkorridore für Wildtiere dienen.
Wassernutzung
Trockenlegung von Feuchtgebieten, veränderte Flussläufe oder riesige Stauseen. In der Vergangenheit hat man ohne Rücksicht auf die Natur die Wasserlandschaft der Schweiz verändert. Nur 10 Prozent aller Flüsse sind heute noch in einem natürlichen oder naturnahen Zustand. Ökostrom und Flussrevitalisierungen geben den Fischen unserer Flüsse eine neue Chance.
Verstädterung
Siedlungen und Verkehrsinfrastruktur stellen in Tälern unüberwindliche Barriere für viele Arten dar und verhindern die Schaffung ökologischer Netzwerke. Eine effiziente Raumplanung, Restriktionen im Bereich der Neubauten und Öko-Brücken auf den Hauptachsen des Strassennetzes könnten diese Probleme mindern.
Transporte
Fast 120 Millionen Personen und 150 Millionen Tonnen Güter überqueren jedes Jahr die Alpen, davon nur ein Viertel mit dem Zug. Dies verursacht viel Lärm und umweltschädliche Emissionen. Die Umlagerung und Verfrachtung der Güter auf die Schiene könnten diese Probleme lösen.
Tourismus
120 Millionen Touristen besuchen pro Jahr die Alpen und üben auf deren Ressourcen einen enormen Druck aus. Die Ökobilanz der Tourismusaktivitäten lässt sich durch Anpassung verschiedener Bereiche entscheidend verbessern.

































