Königsboa
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Königsboa
Wissenschaftlicher Name
Boa constrictor, 11 Unterarten bekannt
Lebensraum
Regenwälder, Buschland oder Halbwüsten, in der Nähe von Wasser im Norden Mexikos über ganz Mittelamerika und Südamerika bis nach Argentinien
Bestandsgrösse
Keine genauen Bestandsangaben bekannt
Gefährdungsstatus
IUCN: nicht gefährdet
CITES: Anhang II
Die Kleinste unter den Riesenschlangen
Die Königsboa mit einer Körpergrösse bis zu 4,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 60 Kilogramm gilt als die Riesenschlange schlechthin, obwohl sie kleiner ist als die Anakonda oder einige Pythonarten. Sie ernährt sich überwiegend von kleinen Säugetieren, Vögeln und deren Brut, aber auch von Teju-Echsen und Leguanen. Sie zählt zu den Würgeschlangen und wendet zum Töten ihrer Beute diese namensgebende Technik an. Wie andere Schlangen ist auch die Königsboa imstande Beute zu schlucken, die viel grösser ist als ihr eigener Kopf.
Typisch für die Königsboa ist der deutlich vom langen Körper abgesetzte, dreieckige Kopf. Sie ist lebendgebärend. Abhängig von Lebensraum, Nahrungsangebot, Unterart und Feinddruck bringt sie nach 100 bis 150 Tagen Entwicklungszeit zwischen 5 und 60 Jungtiere mit einer Körperlänge von etwa 45 Zentimetern zur Welt. Die neugeborenen Boas sind vom ersten Moment an auf sich allein gestellt. Schon wenige Stunden nach der Geburt verlassen sie als Nestflüchter und gute Kletterer ihre Mutter. Ausserhalb der Fortpflanzungszeit sind Königsboas Einzelgänger. -
Lebensraum schrumpft
Noch wird die Königsboa nicht in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN geführt. Doch ihr Lebensraum schrumpft von Tag zu Tag – vor allem durch die voranschreitende Rodung der Regenwälder. Die daraus entstehenden Flächen werden in Plantagen oder Viehweiden umgewandelt. Bejagt wird die Königsboa auch wegen ihrer Haut. Immerhin ist der internationale Handel mit Boas, die zu den beliebtesten Haustieren unter den Reptilien zählen, durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES eingeschränkt -
Netzwerke an Schutzgebieten
Der Schutz des Lebensraumes in Amazonien ist für die Königsboa und alle anderen dort lebenden Tier- und Pflanzenarten enorm wichtig. Auf Initiative des WWF und internationaler Geldgeber wurde 2002 gemeinsam mit der brasilianischen Regierung das mit Abstand grösste und umfassendste Tropenwaldschutzprogramm weltweit begonnen: das Amazon Region Protected Areas Programme (ARPA). Bis 2016 sollen 12 Prozent des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes durch ein umfassendes Netzwerk von Schutzgebieten gesichert werden.
Im Süden des brasilianischen Amazonaswaldes entsteht mit Juruena-Apui zudem ein Mosaik aus Schutzgebieten. In der direkten Nachbarschaft zu den Schutzgebieten arbeitet der WWF intensiv mit der lokalen Bevölkerung zusammen, um Arbeitsplätze zu schaffen und Unterstützung für den Naturschutz zu gewinnen.



























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