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Der Fischotter
Wissenschaftlicher Name
Lutra lutra
Lebensraum
Unverbaute Brach-, Salz- und Süssgewässer wie Hochgebirgs- und Tieflandseen, Flüsse, grosse Ströme, Marsche, Sumpfgebiete, Fjorde und Meeresküsten - unterhalb der Meereshöhe bis in Regionen von über 4000 Metern Höhe – in Europa, Asien und Afrika.
Bestandsgrösse
keine Bestandsangaben vorhanden
Trend: abnehmend
Gefährdungsstatus
IUCN: potentiell gefährdet
CITES: Anhang I
Berner Konvention: Anhang II (streng geschützt)
Der Fischotter: Findet er den Weg zurück in die Schweiz ?
Fischotter sind einzelgängige Raubtiere aus der Familie der Marder, die sich an das Wasser- und Landleben angepasst haben. Mit ihrem langgestreckten, stromlinienförmigen Körper und mit Schwimmhäuten versehenen Pfoten sind sie hervorragende Schwimmer. Der Schwanz wird als Steuerruder benutzt.. Die Ohren der Otter sind klein und rund und werden ebenso wie die Nasenlöcher unter Wasser verschlossen.
Besonderes Merkmal der Fischotter ist ihr dichtes braunes Fell, das sie im Wasser vor Kälte und Feuchtigkeit schützt. Das Fell hat rund 50 000 Haare pro Quadratzentimeter. Zum Vergleich: Beim Menschen sind es nur etwa 120 Haare.
Fischotter sind Einzelgänger. Nur die Weibchen teilen sich mit ihren Jungtieren ein Revier. Die wesentlich grösseren Reviere der Männchen überlappen sich mit denen mehrere Weibchen. Fischotter stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie brauchen saubere, unverbaute Gewässer, die neben ausreichender Nahrung auch Versteckmöglichkeiten im Uferbewuchs bieten.
Ein Fischotter kann sieben bis acht Minuten lang untertauchen, wenn er einem Fisch nachstellt. Fische sind seine bevorzugte Beute. Fischotter verzehren aber auch Wasservögel, kleine Nager, Krebstiere, Schlangen und Frösche.
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Verfolgt und bejagt
Zum Verhängnis wurde dem Fischotter in der Vergangenheit hauptsächlich sein grosser Appetit: Als Fischräuber wurde der gewandte Schwimmer überall in Europa verfolgt. Zudem wurde er wegen seines wertvollen Fells bejagt.
Gewässerverschmutzung und Anreicherung von landwirtschaftlichen Chemikalien in Beutetieren setzen dem Fischotter in der Vergangeheit zu.
Erst durch das Verbot gefährlicher Pestizide, Schutzmassnahmen und technische Verbesserungen zur Reinhaltung der Gewässer haben sich die Fischotterbestände vor allem in Westeuropa langsam erholt. Rücksichtslose Verbauung der Gewässer, Trockenlegungen von Feuchtgebieten und Strassenbau zerstören oder zerstückeln heute noch ihre Lebensräume. Darüber hinaus stellen der Strassenverkehr und der ungewollte Beifang in Fischereigeräten, wie Reusen für den Aalfang in Westeuropa, immer noch ein grosses Problem dar.
In den Siebziger Jahren verschwanden die letzten Fischotter in der Schweiz. Letzte Spuren fand man 1989 noch am Neuenburgersee. Jetzt ist der Fischotter in unserem Land ausgestorben. Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Eine Gruppe von Wildbiologen hat sich zum Ziel gesetzt, die Rückkehr des Fischotters in die Schweiz zu fördern. In verschiedenen Gebieten in Europa konnten sich die Fischotter halten und von dort aus scheinen sie sich wieder auszubreiten.
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Symbol für eine intakte Natur
Wie der Bartgeier für die Alpen, ist der Fischotter für die Natur ein Symbol für intakte Gewässer und Lebensräume. Der WWF setzt sich mit seinem Wasserprogramm für die
Revitalisierung von Fliessgewässern ein.
Diese trägt dazu bei, dass sich die Fischbestände in den Schweizer Gewässern erhöhen. Denn nur fischreiche Gewässer können eine Fischotterpopulation ernähren. .