/ ©: Alain Compost/WWF-Canon

Malaienbär

  • Der Malaienbär

    Wissenschaftlicher Name
     Helarctos malayanus

    Lebensraum
    Monsun- und Tieflandregenwälder in Höhen bis zu 500 m über dem Meeresspiegel in Südostasien

    Bestandsgrösse
    Aufgrund mangelnder Datengrundlage nicht abschätzbar. Es wird angenommen, dass der Bestand der Malaienbären in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist.
    Trend: abnehmend

    Gefährdungsstatus
    IUCN: gefährdet
    CITES: Anhang I

    Malaienbär: Der «Sonnenbär»
    Der Malaienbär ist die kleinste Art innerhalb der Familie der Grossbären. Sein unverkennbares Merkmal ist ein weisser bis rötlicher U-förmiger Brustfleck, dem er den Namen «Sonnenbär» zu verdanken hat. Malaienbären sind klein (zwischen 1,1 und 1,4 Meter) und leicht (35 bis 65 Kilogramm) und besitzen lange, starke Krallen. Damit fällt es ihnen leicht, auf Bäume zu klettern.

    In den Baumkronen finden sie ein vielfältiges Nahrungsangebot: Früchte, aber auch Insekten, Vogeleier und Honig stehen auf ihrem Speiseplan. Dabei ist ihnen ihre bis zu 25 Zentimeter lange Zunge von grossem Nutzen. Mit ihr kommen Malaienbären auch an Larven, Insekten und Honig in tieferen Ritzen und Hohlräumen. Malaienbären sind Einzelgänger und vorwiegend nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie auf Bäumen.
  • Unter Druck

    Die grössten Bedrohungen für den Malaienbären sind Lebensraumverlust und Wilderei. Der Lebensraum des Malaienbären ist durch die massive Regenwaldzerstörung bedroht. Holz- und Papierindustrie haben schon riesige Waldflächen gerodet. Auch für neue Ölpalmenplantagen wurden bereits und werden weiterhin grosse Tropenwaldflächen niedergebrannt.

    Die illegale Jagd auf Malaienbären dezimiert die Bestände ebenfalls. Dabei geht es den Wilderern nicht nur um das Bärenfleisch. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und andere traditionelle asiatische Heilkunden verwenden die Galle des Malaienbären als Mittel gegen Kopfschmerzen, Magengeschwüre und andere gesundheitliche Beschwerden.

    Da der Malaienbär immer seltener geworden ist, wird in der TCM mittlerweile auch Rindergalle verwendet. Malaienbären werden aber auch verfolgt, da sie Ölpalmensprösslinge fressen und deshalb als «Ernteschädlinge» gelten, aber auch, weil die Menschen Angst vor ihnen haben. Jungtiere werden auch illegal als Haustiere verkauft. Um die jungen Bären einzufangen, werden die Muttertiere häufig erschossen.
  • Schutz des Lebensraums

    Der WWF setzt sich schon seit vielen Jahren für den Erhalt der verbleibenden Wälder in Südostasien ein, in welchen auch der Malaienbär lebt. Ausserdem engagiert sich der WWF mit Hilfe von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm von WWF und IUCN, gegen den illegalen Handel mit Bärengalle.

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