/ ©: Ivan Bajic

Mode & Kosmetik

3% unseres ökologischen Fussabdrucks gehen zu Lasten des Bereichs "Mode & Kosmetik".
Im Vergleich zu unserer Ernährung oder unserem Energieverbrauch ist das wenig. Da in einem Paar Jeans aber trotzdem 11'000 Liter Wasser und meist auch viele Pestizide stecken, ist bewusster Konsum auch hier sinnvoll.

Das können Sie tun

  • Kleider


    Etwa zehnmal stärker als die Produktion und Entsorgung fällt die Gebrauchsphase ins Gewicht. Vor allem das Waschen und Trocknen der Kleidung braucht Energie. Je höher die Waschtemperatur, desto höher auch der Stromverbrauch. Mit den heutigen Waschmitteln wird Wäsche aber bereits bei niedrigen Temperaturen von 20-30°C sauber. Vergleicht man die Energiebilanz eines solchen Waschgangs mit einem auf 60°C, so ist eine Energieersparnis von bis zu 70% möglich.

    Besonders energieintensiv ist auch Wäschetrocknen im Tumbler: Heute wird schweizweit bereits ebensoviel Energie für das Trocknen wie auch für das Waschen der Wäsche verbraucht, obwohl erst ein Teil der Wäsche maschinell getrocknet wird.

    In der Produktion von Kleisungsstücken werden wertvolle Ressourcen verbraucht. So benötigt die Herstellung von 1kg Baumwolle etwa 10'000 Liter Wasser. Ausserdem werden umweltbelastende Pestizide eingesetzt. Die biologische Baumwollproduktion ist hier im Vorteil, da sie auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet.

  • Kosmetik


    Kosmetika können ökologisch problematische Stoffe, wie die sogenannten Phtalate, andere hormonaktive Duftstoffe und schädliche Tenside enthalten. Ein weiterer problematischer Inhaltsstoff ist Palmöl von Plantagen, für welche Regenwaldflächen gerodet wurden.

    UV-Filter in Sonnencrèmes stehen in Verdacht das Hormonsystem und die Fortpflanzungsfähigkeit insbesondere von Fischen zu beeinträchtigen. Hohe Konzentrationen von UV-Filtern im Meer werden lokal für Korallenbleiche verantwortlich gemacht. Sonnencrèmes mit chemischen UV-Filtern sollten nur zum Einsatz kommen, wenn diese anschliessend durch eine Kläranlage eliminiert werden können. Beim Baden in natürlichen Gewässern sollte Sonnencrèmes mit mineralischen UV-Filtern der Vorzug gegeben werden.

    Naturkosmetikhersteller setzen in der Regel auf natürliche Stoffe, oft aus biologischer Produktion. Der Begriff „Naturkosmetik“ ist allerdings rechtlich nicht geschützt. Daher lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Philosophie eines Herstellers zu werfen. Labels wie Natrue-, ecocert- oder BDIH garantieren für die Einhaltung der entsprechenden Richtlinien.

    Auch beim Palmöl ist es empfehlenswert, einen Blick auf die Produktionskriterien zu werfen. Beachten Sie hierbei, dass sich Palmöl und Palmkernöl oft auch in Tensiden, Derivaten und anderen Inhaltstoffen verbergen können.

Abonnieren Sie den WWF Newsletter

Kompakt und aktuell: Ihre WWF News per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

Werden Sie unser Fan


Dem WWF auf Twitter folgen

Was zählt wirklich im #Leben? Die Antwort: Wenig. Via @enorm https://t.co/5Y9h3AJy1I #Minimalismus
vor 5 Stunden @WWF_Schweiz

Helfen Sie uns, die Wälder weltweit zu schützen

Alpen

Ihre Spende an den WWF kann steuerlich geltend gemacht werden.