Menschen sterben an Malaria
«Mein Name ist Nelly Damaris Chepkoskei. Ich bin 50 Jahre alt, Bäuerin und lebe in Kipchebor, einem Dorf im Westen Kenias. Ich bin verheiratet und habe fünf Kinder. Auf meiner Farm baue ich Mais und Tee an und halte ein paar Rinder. Auf einem rund 25 Hektar grossen Stück Land ernte ich Keimlinge einheimischer Bäume. Manche dieser Setzlinge verkaufe ich, andere gebe ich an lokale Einrichtungen – wie zum Beispiel Schulen – weiter. Ausserdem bin ich ehrenamtlicher “Community Mobilizer” im Forest Action Network. Was das heisst? Ich informiere die einheimische Bevölkerung darüber, wie wichtig unsere Wälder sind. In diesem Projekt arbeite ich vorwiegend mit Frauen, denn meiner Meinung nach wird ihr Einfluss im Naturschutz bislang zu wenig beachtet.
Die Frauen in meiner Gemeinde erzählen mir viel über Veränderungen in unserer lokalen Umgebung, die in den letzten 20 bis 30 Jahren stattfanden. Einige dieser Veränderungen beobachte ich selbst. Dazu gehört unkontrolliertes Roden von Büschen und Fällen von Bäumen alter Wälder, um mehr Land für Siedlungen und Ackerbau zu gewinnen.
Was uns aber am meisten beunruhigt, sind die Veränderungen des Wetters. In den letzten Dekaden veränderten sich zum Beispiel die Muster des Regens dramatisch. Früher regnete es im Kericho-Bezirk gewöhnlich das ganze Jahr über. Ich erinnere mich deutlich, dass es an Weihnachten jeweils heftig regnete – heute ist es zu dieser Zeit trocken.
Etwas weiteres fiel uns auf: In den letzten Jahrzehnten stiegen die Temperaturen sowohl in der Regenzeit als auch in der Trockenzeit. Heute ist es so heiss, dass alles Gras vertrocknet. Das gab es früher nicht - das Gras blieb in der Trockenzeit grün. Weniger saftiges Gras bedeutet für mich, dass ich nicht mehr genug Futter für meine Kühe habe. Sie geben weniger Milch und dadurch wird mein Einkommen kleiner. Dazu gesellt sich ein weiteres Problem: Die Böden bleiben in der Trockenzeit unbestellt und erodieren wenn der Regen einsetzt.
Unser Dorf im Kericho-Bezirk liegt auf grosser Höhe. Kühle Temperaturen sorgten dafür, dass Moskitos hier nicht überleben konnten. Mit dem Anstieg der Temperaturen nahm auch die Zahl der Moskitos zu. Heute treten in der Region mehr Fälle von Malaria auf. Vor 20 bis 30 Jahren starb hier kaum jemand an Malaria – heute kommt dies durchaus vor.
In Zeiten von Lebensmittelknappheit wichen früher die Bewohner meiner Gegend auf essbare Insekten aus. Einige dieser Insektenarten sind heute ausgestorben. Unsere Gemeinde hängt mehr und mehr vom Lebensmittelanbau ab. Gleichzeitig setzen uns weniger Regen und nachlassender Ernteertrag immer stärker zu. Wärmeres Wetter bedeutet auch mehr Schädlinge auf den Feldern. Bekämpfen müssen wir diese mit Pestiziden. Das wiederum schmälert den Profit der Bauern und schadet der Umwelt.
Alle diese Veränderungen führten zu einer konstanten Nahrungsmittelknappheit und Armut . Es ist höchste Zeit, dass gegen diese Entwicklung etwas unternommen wird.»
Die Frauen in meiner Gemeinde erzählen mir viel über Veränderungen in unserer lokalen Umgebung, die in den letzten 20 bis 30 Jahren stattfanden. Einige dieser Veränderungen beobachte ich selbst. Dazu gehört unkontrolliertes Roden von Büschen und Fällen von Bäumen alter Wälder, um mehr Land für Siedlungen und Ackerbau zu gewinnen.
Was uns aber am meisten beunruhigt, sind die Veränderungen des Wetters. In den letzten Dekaden veränderten sich zum Beispiel die Muster des Regens dramatisch. Früher regnete es im Kericho-Bezirk gewöhnlich das ganze Jahr über. Ich erinnere mich deutlich, dass es an Weihnachten jeweils heftig regnete – heute ist es zu dieser Zeit trocken.
Etwas weiteres fiel uns auf: In den letzten Jahrzehnten stiegen die Temperaturen sowohl in der Regenzeit als auch in der Trockenzeit. Heute ist es so heiss, dass alles Gras vertrocknet. Das gab es früher nicht - das Gras blieb in der Trockenzeit grün. Weniger saftiges Gras bedeutet für mich, dass ich nicht mehr genug Futter für meine Kühe habe. Sie geben weniger Milch und dadurch wird mein Einkommen kleiner. Dazu gesellt sich ein weiteres Problem: Die Böden bleiben in der Trockenzeit unbestellt und erodieren wenn der Regen einsetzt.
Unser Dorf im Kericho-Bezirk liegt auf grosser Höhe. Kühle Temperaturen sorgten dafür, dass Moskitos hier nicht überleben konnten. Mit dem Anstieg der Temperaturen nahm auch die Zahl der Moskitos zu. Heute treten in der Region mehr Fälle von Malaria auf. Vor 20 bis 30 Jahren starb hier kaum jemand an Malaria – heute kommt dies durchaus vor.
In Zeiten von Lebensmittelknappheit wichen früher die Bewohner meiner Gegend auf essbare Insekten aus. Einige dieser Insektenarten sind heute ausgestorben. Unsere Gemeinde hängt mehr und mehr vom Lebensmittelanbau ab. Gleichzeitig setzen uns weniger Regen und nachlassender Ernteertrag immer stärker zu. Wärmeres Wetter bedeutet auch mehr Schädlinge auf den Feldern. Bekämpfen müssen wir diese mit Pestiziden. Das wiederum schmälert den Profit der Bauern und schadet der Umwelt.
Alle diese Veränderungen führten zu einer konstanten Nahrungsmittelknappheit und Armut . Es ist höchste Zeit, dass gegen diese Entwicklung etwas unternommen wird.»



























Globale Klimapolitik