Die Weltmeere regulieren das Klima, produzieren Sauerstoff, speichern gigantische Mengen an CO2 und bilden die Nahrungsgrundlage für Millionen von Menschen – die Frage ist bloss: wie lange noch?
Die Wasserzirkulation ist extrem wichtig für das Klima auf den Kontinenten. Sein gemässigtes Klima hat Europa zum Beispiel dem Golfstrom zu verdanken: Die Meeresströmung wärmt sich im Golf von Mexiko auf, zirkuliert über den Atlantik und gibt die Wärme in Europa ab. Deshalb ist das nordwesteuropäische Klima viel milder als andernorts in denselben Breitengraden. Die elementare Bedeutung der Meeresströmung wird einem erst bewusst, wenn sie nicht mehr im Lot ist, wie dies mit dem El-Niño-Effekt am äquatorialen Pazifik immer wieder der Fall ist. Bei ihm kommt der Humboldstrom durch starkes Erwärmen des Oberflächenwassers wiederkehrend zum Erliegen. Dieses Ereignis hat starke Auswirkungen auf verschiedene Bereiche: Grosse Fischbestände bleiben aus, dadurch können Tausende von Vögeln nicht brüten und viele von ihnen verhungern. Niedrig gelegene Küstengebiete werden überflutet, während andere Regionen unter verheerender Trockenheit leiden.
Das Phytoplankton nimmt CO2 auf, verwendet es für den Aufbau seines Körpers und gibt O2 ab. Ozeane wirken als Kohlendioxid-Senken. Das heisst, dass sie mehr CO2 aufnehmen als sie wieder an die Atmosphäre abgeben.
Lange Zeit «arbeiteten» die Weltmeere zu unserem Vorteil: Je mehr CO2 in der Atmosphäre vorhanden war, desto mehr schluckten sie. So haben die Ozeane bisher 25 bis 33 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aufgenommen.
In den letzten Jahren entzogen sie der Atmosphäre allerdings immer weniger CO2 – eine Folge des Klimawandels: Neue Windverhältnisse über dem Südozean bringen CO2-reiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche. Diese Wasserschichten sind bereits gesättigt, können kein zusätzliches Kohlendioxid aufnehmen und geben es teils gar wieder an die Luft ab.
Die hohe Konzentration an CO2 in den Meeren hat noch weitere negativen Folgen: Das Klimagas wandelt sich im Wasser zu Kohlensäure und macht die Meere sprichwörtlich sauer. Die Veränderung des pH-Werts macht vor allem Korallen und Planktonorganismen wie Kalkalgen zu schaffen, da Kalk sehr empfindlich auf Säure reagiert.
Die CO2-Speicher der Meere sind voll
Plankton in den Ozeanen dient nicht nur als Nahrungsmittel für Meerestiere. Winzige Lebewesen (Phytoplankton) betreiben auch Photosynthese und produzieren so Sauerstoff – rund 70 Prozent der weltweiten O2-Produktion findet in den Meeren statt.Das Phytoplankton nimmt CO2 auf, verwendet es für den Aufbau seines Körpers und gibt O2 ab. Ozeane wirken als Kohlendioxid-Senken. Das heisst, dass sie mehr CO2 aufnehmen als sie wieder an die Atmosphäre abgeben.
Lange Zeit «arbeiteten» die Weltmeere zu unserem Vorteil: Je mehr CO2 in der Atmosphäre vorhanden war, desto mehr schluckten sie. So haben die Ozeane bisher 25 bis 33 Prozent des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aufgenommen.
In den letzten Jahren entzogen sie der Atmosphäre allerdings immer weniger CO2 – eine Folge des Klimawandels: Neue Windverhältnisse über dem Südozean bringen CO2-reiches Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche. Diese Wasserschichten sind bereits gesättigt, können kein zusätzliches Kohlendioxid aufnehmen und geben es teils gar wieder an die Luft ab.
Die hohe Konzentration an CO2 in den Meeren hat noch weitere negativen Folgen: Das Klimagas wandelt sich im Wasser zu Kohlensäure und macht die Meere sprichwörtlich sauer. Die Veränderung des pH-Werts macht vor allem Korallen und Planktonorganismen wie Kalkalgen zu schaffen, da Kalk sehr empfindlich auf Säure reagiert.





























Fisch und Meeresfrüchte bewusst konsumieren