Airplane with vapor trail in blue sky / ©: Chris Martin Bahr / WWF-Canon

Globale Klimapolitik

Seit 11. November findet in Warschau die COP 19 statt, die diesjährige grosse Uno-Klimakonferenz. Zur Ernüchterung früherer Jahre gesellen sich Spannung und Hoffnung.
Zeichnen sich Konturen eines neuen Abkommens ab, das in zwei Jahren in Paris unterzeichnet werden soll? Finden die Rufe von Weltbank, Währungsfonds und Internationaler Energieagentur nach mehr Klimaschutz Gehör? Wird die Idee einer internationalen Haftung für Klimaschäden konkretisiert? Wird Gastgeber Polen auch an der Klimakonferenz versuchen, Kohlekraftwerke als Klimaschutz zu verkaufen?

Der WWF erwartet von der COP 19 einen klaren Fahrplan für ein faires, verbindliches und ambitioniertes Abkommen. Von den Industrieländern braucht es ernsthaftere Reduktionsziele und die Schwellenländer müssen zu ihrer in Doha im Grundsatz beschlossenen Mitverantwortung stehen. Ganz zentral ist zudem eine solide Finanzierung für Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern, für die mittelfristig 100 Mia. $ pro Jahr notwendig sind.

Der WWF ist mit einem Team von Fachleuten in Warschau dabei. Als Vertreter der Umweltorganisationen in der offiziellen Schweizer Delegation nimmt WWF Programmleiter Ion Karagounis an den Verhandlungen teil.

Das Kyoto-Protokoll geht in eine zweite Runde, doch die Klimaschutzwirkung dürfte minim sein. Die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern wird weitergeführt, doch die Zusagen der Industrieländer sind bescheiden und die Mechanismen vage. Ein umfassendes Abkommen bis 2015 bleibt das Ziel, doch einen tauglichen Fahrplan gibt es nicht.

Gemessen an den Erwartungen ist die Konferenzbilanz enttäuschend, gemessen an den Herausforderungen des Klimawandels ist sie vernichtend: „Es ist, als ob der Christbaum Feuer fangen würde und alle streiten, wer die Löschdecke holt“, sagt Patrick Hofstetter. Wenn die Welt gefährlichen Klimawandel mit angemessener Wahrscheinlichkeit vermeiden will, dann müssen alle ihre Ambitionen verdoppeln. „Wir haben uns an stockende Klimaverhandlungen gewöhnt, aber die Welt wird sich nicht an den Klimawandel gewöhnen.“

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Die Ambitionen der Länder sind erschreckend tief und laufen auf eine 3,5 bis 6 Grad wärmere Welt hinaus.

Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie

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