Das Kyoto-Protokoll geht in eine zweite Runde, doch die Klimaschutzwirkung dürfte minim sein. Die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassungsmassnahmen in Entwicklungsländern wird weitergeführt, doch die Zusagen der Industrieländer sind bescheiden und die Mechanismen vage. Ein umfassendes Abkommen bis 2015 bleibt das Ziel, doch einen tauglichen Fahrplan gibt es nicht.
Gemessen an den Erwartungen ist die Konferenzbilanz enttäuschend, gemessen an den Herausforderungen des Klimawandels ist sie vernichtend: „Es ist, als ob der Christbaum Feuer fangen würde und alle streiten, wer die Löschdecke holt“, sagt Patrick Hofstetter. Wenn die Welt gefährlichen Klimawandel mit angemessener Wahrscheinlichkeit vermeiden will, dann müssen alle ihre Ambitionen verdoppeln. „Wir haben uns an stockende Klimaverhandlungen gewöhnt, aber die Welt wird sich nicht an den Klimawandel gewöhnen.“



























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