Ob Amazonasgebiet, Indonesien oder der ferne Osten Russlands: In über 70 Ländern plündern illegale Holzfäller die Wälder. Rund 80 Prozent der einstigen Urwälder der Erde sind bereits zerstört.
Von den verbliebenen Urwäldern sind rund 40 Prozent akut bedroht. Illegaler Holzschlag ist einer der Hauptgründe für den immensen Verlust. Die Holzmafia macht ein Multi-Millionen-Dollar-Geschäft, indem sie gegen Gesetze verstösst. Illegaler Holzschlag heisst zum Beispiel, dass man Waldflächen über genehmigte Gebiete hinaus nutzt oder, dass man Holz in Schutzgebieten ohne Bewilligung schlägt.
Mit gefälschten Zolldokumenten, unzulässigen Exporten oder Gebührenhinterziehung schlägt die Holzindustrie und Holzmafia noch mehr Profit aus illegal gefällten Bäumen. Der illegale Holzschlag hat verheerende Konsequenzen. Mit der Waldvernichtung verlieren unzählige Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Der Bevölkerung und den Ureinwohnern wird die Lebensgrundlage zerstört.
In Indonesien verschwinden beispielsweise jährlich mehr als eine Millionen Hektar Wald weitgehend durch unerlaubten Holzschlag. 2010 war nur noch die Hälfte Indonesiens mit Wald bedeckt. Bis vor 40 Jahren war Indonesien noch weitgehend bewaldet.