/ ©: Markus Bolliger / WWF-Switzerland

Schweizer Waldschutzgebiete

Waldreservate umfassen grosse, zusammenhängende Waldflächen, die geschützt sind. Von diesen gibt es in der Schweiz nicht genügend.
Bewirtschaftete Wälder sind zwar wertvolle Lebensräume für gewisse Tier- und Pflanzenarten – allerdings längst nicht für alle. Viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die im Wirtschaftswald nicht überleben können, finden nur in Waldschutzgebieten – auch Waldreservate genannt – eine Heimat. Waldreservate umfassen grosse, zusammenhängende Waldflächen, die gesetzlich oder vertraglich geschützt sind.

In Waldschutzgebieten hat die Natur Vorrang. Eine ausschliesslich auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete Holznutzung ist nicht erlaubt. Pflegende Eingriffe zur Unterstützung der natürlichen Vorgänge sind jedoch teilweise nötig.

Noch zu wenig Schutzgebiete

Ende 2012 waren 4,8 Prozent der Schweizer Waldfläche als Waldreservat geschützt. Das längerfristige Ziel der Schweiz ist ein Anteil von 10 Prozent Waldreservaten an der Gesamtfläche. Es fehlt vor allem an grossflächigen Reservaten. Diese sind oft gerade dort am schwierigsten zu bekommen, wo sie aus ökologischen Gründen am wertvollsten wären.

Viele Kantone haben Ihre Pflicht vernachlässigt und bisher kaum Waldreservate geschaffen. Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind enorm: In einer WWF-Untersuchung zu den Waldreservaten schneiden die besten Kantone doppelt so gut ab wie die Drückeberger. Erst wenn wirklich alle Kantone ihre Konzepte für Waldreservate verbessern und umsetzen, kann ein umfassendes Netzwerk von Waldschutzgebieten in der Schweiz entstehen. Andere Länder in Europa sind in dieser Hinsicht der Schweiz weit voraus.

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Schweizer Schutzgebiete

Das Karten-Tool des Bafu gibt eine Übersicht zu den aktuellen Schweizer Waldschutzgebiete.

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Schweiz beim Waldschutz weit abgeschlagen

Seit 2013 ist die EU-Holzhandelsverordnung in Kraft, die den Verkauf von illegal geschlagenem Holz unterbinden soll. Der WWF wollte wissen, wie die Verordnung umgesetzt wird – auch von der Schweiz. Die Ergebnisse sind vernichtend: Nur gerade zwei Länder schneiden zufriedenstellend ab, die Schweiz dümpelt abgeschlagen am Ende.

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