/ ©: Fabian Stamm / WWF-Switzerland

Flüsse & Seen

Wasser macht das Leben für Mensch und Natur überhaupt erst möglich. Doch sauberes Wasser und gesunde Gewässer sind zunehmend ein knappes Gut, mit fatalen Folgen für alle Lebewesen.
Naturnahe Bäche, Flüsse, Feuchtgebiete und Seen werden kanalisiert, trocken gelegt und mit Dämmen zubetoniert. Dünger, Schädlings-Bekämpfungsmittel, Abwässer und Industrie-Unfälle verschmutzen das Süsswasser. Für die Strom-Produktion, Wasser-Versorgung und zur landwirtschaftlichen Bewässerung wird Wasser entnommen.

In den letzten 40 Jahren wurde weltweit mehr als die Hälfte aller natürlichen Gewässer zerstört. Mit katastrophalen Folgen für den Wasserhaushalt: Hochwasser, Trockenheit, Artensterben. Die Vielfalt der Arten ging um 50 Prozent zurück.

Auch die Schweizer Gewässer sind verbaut und stark beansprucht. Viele sind unter den Boden verlegt oder zubetoniert und werden für die Gewinnung von Trink- und Brauchwasser, für die Energieproduktion oder die Entsorgung von Abwasser bis an die Grenzen genutzt, was zu einem grossen Artenverlust geführt hat: 60 Prozent der einheimischen Fischarten sind auf der roten Liste. Die Hälfte der auf Auen angewiesenen Arten ist stark gefährdet und über 20 Prozent sind bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Erst seit 1992 regelt das vom Volk abgesegnete Gewässerschutzgesetzt, wie die Schweizer Gewässer vor nachteiligen Einflüssen zu schützen sind und mit welchen Massnahmen die Natur an den Gewässern gefördert werden soll. Im Jahr 2011 wurde der Lebensraum Wasser dank konkreten Gesetzesbestimmungen für eine Renaturierung (Wieder-Belebung) der Gewässer  gestärkt – andererseits wurde der Gewässerschutz zugunsten einer stärkeren Wasserkraftnutzung auch geschwächt.
 

Leistungsausweis

Das können Sie tun

  • Die Bäche und Flüsse der Schweiz sind stark bedroht. Helfen Sie dem WWF bei der Arbeit für lebendige und naturnahe Fliessgewässer.

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WWF-Schwerpunkte

Renaturierung
Der WWF setzt sich für die Schweizer Fliessgewässer ein. Unsere Flüsse und Bäche müssen befreit und renaturiert werden.

Wasserkraft
Wirklich umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft braucht strenge ökologische Auflagen.

Gewässerraum
Damit ein Gewässer seine wichtige Funktion im Ökosystem erfüllen kann, braucht es Raum.
  • Das Val Chamuera ist nicht verkäuflich

    Der Souverän von La Punt Chamues-ch hat das Kleinwasserkraftwerk in der Val Chamuera abgelehnt. Die Umweltschutzverbände sind erfreut über dieses Bekenntnis der Bevölkerung zu ihrem einzigartigen Tal. Die La Punter zeigen, dass ökologisch unsinnigen Projekten ein Riegel vorzuschieben ist und grosse Teile der Bevölkerung den Schutz von natürlichen Gewässern befürworten.
  • Der WWF will den ökologischen Zustand der Schweizer Flüsse und Bäche verbessern und naturnahe Abschnitte erhalten. Am effizientesten beeinflusst der WWF Schweiz die Qualität der Gewässer, indem er sich für eine strenge Gesetzgebung und deren korrekte und zügige Umsetzung im Gewässerschutz einsetzt.
    Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den letzten ungenutzten und ökologisch intakten Flussgebieten – den Gewässerperlen. Sie müssen dringend geschützt werden.

  • Prioriäere Gewässer in der Schweiz
    Die Behörden haben die gesetzliche Verantwortung, die Gewässer aufzuwerten und zu schützen, was aber leider noch nicht passiert! Der WWF geht mit gutem Beispiel voran (siehe Grafik) und initiiert die Revitalisierung der, für die Biodiversität, wichtigen Gewässer. Von den bis 2019 geplanten 10 km prioritärer Gewässer hat der WWF im Jahr 2015 bereits 5 km revitalisieren können. Mit seinen Projekten setzt der WWF ökologische Standards und sensibilisiert die Öffentlichkeit bezüglich des Wertes natürlicher Gewässer.

Das Engagement des WWF

Das revidierte Gewässerschutzgesetz verpflichtet die Kantone in verschiedenen Bereichen Renaturierungen vorzunehmen und bei Wasserkraftwerken Sanierungsmassnahmen anzuordnen.

Der WWF hat die Entwicklung des revidierten Gewässerschutzgesetzes im Rahmen seiner Möglichkeiten begleitet und sich dafür eingesetzt, dass die Fliessgewässer mehr Raum erhalten. Nun begleitet der WWF zusammen mit seinen kantonalen Sektionen die Umsetzung und kämpft dafür, dass die ökologisch prioritären Gewässer dem Gesetz entsprechend aufgewertet werden.

Der WWF setzt mit seinen Wasserprojekten auf folgende  Bereiche:
  • Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen: Trotz Gewässerschutzgesetz kommt der Schutz und die Wiederherstellung der Gewässer nicht recht voran. Zudem werden die Gewässerschutz-Bestimmungen immer wieder angegriffen.
  • Renaturierung der Gewässer: Der WWF unterstützt die Aufwertung von Gewässern indem er Planungen vorantreibt, Vorzeigeprojekte umsetzt und die Vorzüge von naturnahen Gewässern vermittelt.
  • Ökologisierung der Wasserkraft: Der WWF setzt sich für ökologische Auflagen und deren Einhaltung bei der Wasserkraftnutzung ein. Dies betrifft neue Kraftwerke und die Sanierung bestehender Anlagen.
  • Schutz der wertvollen Gewässer: Der WWF kämpft für den langfristigen Schutz der letzten, ungenutzten natürlichen Gewässerabschnitte.

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