Rhone im Pfynwald / ©: Pierre Alain Oggier

Ausbaupotential

Der WWF steht hinter einem massvollen Ausbau der Wasserkraft. Dieser darf aber nicht auf Kosten der Natur gehen. Denn schon heute werden die allermeisten Gewässer für die Stromproduktion genutzt. Die letzten unberührten Bergtäler müssen wir für unsere Kinder erhalten.
Die Schweiz steht europaweit an der Spitze bei der Wasserkraft, über 95 Proeznet der nutzbaren Gewässer werden heute bereits genutzt. Die Zitrone ist weitgehend ausgepresst. Ein Total-Ausbau wäre unverhältnismässig und würde die letzten natürlichen Gewässerlandschaften zerstören. Das sieht auch das Bundesamt für Energie so, das den Bau von Kleinwasserkraftwerken in unberührten Bergtälern als «ökologischen Unsinn» bezeichnet und deshalb neue Richtlinien vorschlägt.

Viel sinnvoller als viele hundert kleine Kleinwasserkraftwerke ist dagegen die Sanierung von bestehenden Gross-Kraftwerken: Das aktuelle Beispiel des Kraftwerks Rheinfelden (415 GWh mehr Strom) zeigt, dass so unter dem Strich mehr Strom und auch ein Gewinn für die Umwelt resultieren.

Energieziele sind problemlos erreichbar

Der WWF setzt sich für einen geordneten Atomausstieg ein und trägt die Ziele des Bundes im Bereich Wasserkraft mit (plus 2000 GWh pro Jahr Mehrproduktion bis 2030). Die ausgebaute Wasserkraft leistet dazu einen Beitrag. Eine neue Studie zeigt auf, dass mit dem Bau von neuen, umweltverträglichen Kleinwasserkraftwerken die Energieziele des Bundes ohne weiteres erreicht werden können. Seit dem Jahre 2000 ist mit dem Ausbau und Neubau von Anlagen bereits eine Mehrproduktion von 1151 GWh pro Jahr erzielt worden. Die Hälfte des Energieziels im Bereich Wasserkraft ist also bereits übertroffen.

Fazit

Mit einem naturverträglichen Ausbau der Wasserkraft erreichen wir nicht nur die Energieziele des Bundes, nein, wir übertreffen sie sogar. Unter dem Strich können wir so die Wasserkraft mit Augenmass ausbauen, ohne dass die Natur die Zeche bezahlen muss.

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Kleinwasserkraftwerk / ©: Anita Mazzetta / WWF Schweiz

Einsprachen

Dort, wo geltenden Gesetze verletzt werden, stellt der WWF mit Einsprachen sicher, dass geplante Projekte den rechtlichen Richtlinien entsprechen.
Grimsel-Staudamm / ©: Foto Zihlmann / Fotolia.com

Grimsel

Durch die geplante Erhöhung der Grimsel-Staumauer würde eine verfassungsmässig geschützte Moorlandschaft und das wertvolle Vorfeld des Aaregletschers überflutet.

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