|
Der WWF, der mit Vertretern aus Landwirtschaft, Jagd und Forschung an der Ausarbeitung des Konzeptes teilnahm, ist zufrieden. Das Dokument sieht mehrere Massnahmen vor, welche die Bevölkerung auf die Ankunft dieses räuberischen Gesellen vorbereiten und eine Koexistenz von Mensch und Bär erlauben. „Es ist wichtig, die Bevölkerung gründlich zu informieren“, sagt Joanna Schoenenberger, Verantwortliche Grossraubtiere beim WWF Schweiz. „Wird das wilde Tier etwa gefüttert, verliert es seine angeborene Scheu vor Menschen und sucht auch bewohnte Gebiete auf, wo es Nahrung zu finden hofft. Soeben hat der WWF zusammen mit den Nachbarländern Schweiz, Österreich und Italien ein Projekt gestartet, das ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Bär in der Grenzregion ermöglicht. Dazu Schoenenberger: „Der Bär gehört zum natürlichen Kulturerbe der Schweiz und der Alpen. Er symbolisiert nicht nur die schweizerische Artenvielfalt, sondern beweist auch, dass unser Alpenökosystem funktioniert. Ausserdem würde eine dauerhafte Ansiedlung des Bären unser Land touristisch noch attraktiver machen.“
Kontakt:
Joanna Schoenenberger, Verantwortliche Grossraubtiere, WWF Schweiz, 079 377 49 76
|