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Medienmitteilung - Detail
Zürich, 24. Juni 2009
Grossveranstaltungen: Das sind die Umwelt-Champions
Grossveranstaltungen belasten die Umwelt. Umso wichtiger ist es, die Belastung möglich klein zu halten. Paléo Festival Nyon, OpenAir St. Gallen, Lucerne Marathon, Engadin Ski Marathon und Orange Cinema tun das am besten – das zeigt eine neue Studie des WWF. Am anderen Ende der Rangliste stehen die Fussball- und Eishockey-Veranstalter.
Grossveranstaltungen in Sport und Kultur locken in der Schweiz jährlich gegen 9 Millionen Besucher an. Das bedeutet gute Unterhaltung, aber auch eine grosse Umweltbelastung. Die An- und Abreise sowie die Verpflegung fallen dabei besonders ins Gewicht. Für die Studie wurden zudem die Bereiche Abfall/Wasser und Energie/Infrastruktur sowie die Existenz und die Qualität eines Umweltkonzepts untersucht.

Die ökologischen Spitzenreiter unter den Veranstaltungen zeigen, wie sich die Umwelt-Performance positiv beeinflussen lässt. Das Paléo Festival Nyon, das OpenAir St. Gallen, der Lucerne Marathon, der Engadin Ski Marathon und die Orange Cinema fördern die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, haben fast alle ein Umweltkonzept, nutzen Ökostrom, kompensieren ihre CO2-Emissionen, setzen auf Recycling und teilweise auch auf Bio-Catering.

Ganz anders sieht es bei den Veranstaltern im Fussball und Eishockey aus. Ein Umweltkonzept fehlt bei allen Vereinen, die bei der Studie mitgemacht haben. Auch Mehrweggeschirr oder andere Umweltmassnahmen im Catering gibt es fast nirgends. Immerhin ist die Anreise mit dem ÖV teilweise im Ticketpreis inbegriffen. Auch beim Filmfestival Locarno, bei den Omega European Masters Crans Montana (Golf) oder bei den meisten eidgenössischen Volksfesten werden Umweltanliegen nur sehr schwach berücksichtigt (siehe Liste unten).

Mit der Studie des WWF Schweiz wird die Umwelt-Performance der Grossveranstaltungen erstmals umfassend eingeschätzt. Sie liefert den Veranstaltern Anregungen, wie das Umweltmanagement verbessert werden kann. „Selbst die Champions haben noch Potenzial“, sagt Damian Oettli von WWF Schweiz. Positiv für Oettli: „Publikum wie Sponsoren schätzen das Umweltengagement. Es nützt darum nicht nur der Natur, sondern auch den Veranstaltern.“

Kontakt:
Damian Oettli, WWF Schweiz, damian.oettli@wwf.ch,
Tel. 079 407 35 01

Die fünf Umwelt-Champions
• Engadin Skimarathon
• Lucerne Marathon
• Paléo Festival Nyon
• Orange Cinema (Basel, Bern, Zürich)
• OpenAir St. Gallen

Die Herausforderer
Elf Veranstaltungen sind sogenannte Herausforderer. Sie zeigen gute Ansätze und wollen ihr Umweltengagement verstärken.
• CSI-W Génève
• Grand-Prix Bern
• Course de l’Escalade Génève
• Weltklasse Zürich
• Ruderwelt Luzern
• Beach Grand Slam Gstaad
• Freestyle.ch
• Swiss Olympic Gigathlon
• Greenfield Festival Interlaken
• Heitere Open Air
• Gurtenfestival

Die (Umwelt-)Nachzügler
• Die Fussball- und Eishockeyveranstaltungen der obersten Nationalliga
• Omega European Masters Crans Montana
• Eishockey WM 2009
• Basel Tattoo
• Filmfestival Locarno

Die Aussenstehenden
Separat erfasst wurden grosse Veranstaltungen, die alle 3-6 Jahre oder dezentral stattfinden, wie die Turn-, Schwing- und Jodelfeste oder der „slowUp“. Auch diese Veranstaltungen weisen Optimierungspotential in Sachen Umweltschutz auf.

40 von 78 angeschriebenen Veranstaltern haben nicht geantwortet. Die Mehrheit von ihnen dürfte den Nachzüglern und einige wenige den Herausforderern zuzurechnen sein.
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Kommentare
3 Kommentare
1 Louis (Gast) Juni 26, 2009 - 08:54
Das St.Galler Openair bei den Champions??? Das Festival findet in einem Naturschutzgebiet und auf dem Land eines Bio-Bauern statt? Selbst bei grossem Einsatz für die Umwelt kann das nicht für einen Platz ganz vorne reichen!!!??? Was soll das?
2 Guincelli (Gast) Juni 25, 2009 - 20:24
ÖV im Startgeld des Engadiners enthalten? Das beschränkt sich aber nur auf die RhB! An einen Engadiner kommen zudem Läufer aus halb Europa. An einen FCZ-FCB Match dagegen nur deren Anhänger. Ich denke nicht das die beiden Veranstaltungen miteinander verglichen werden können. Was soll das lieber WWF?
3 Knupp (Gast) Juni 25, 2009 - 19:32
Die Fussballspiele alls Nachzügler zu begutachten ist ja schwachsinnig.Da es ja die Regierung es nicht einmal ermöglicht mit dem OEV an den Match zu gehen
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