/ ©: Cat Holloway / WWF-Canon

Coral Triangle Initiative

Das Korallendreieck Südostasiens bietet auf 6 Millionen km2 einen atemberaubenden Artenreichtum. Die noch intakten Ressourcen dieser Region sind die Lebensgrundlage von über 120 Millionen Menschen.
Drei Viertel aller bekannten Korallenarten, sechs der sieben Meeresschildkrötenarten und zahlreiche weitere Tiere und Pflanzen haben ihren Lebensraum im Coral Triangle. Klimaerwärmung, schnelles Wirtschaftswachstum, Überfischung, starke Marktnachfrage und unachtsamer Tourismus sind nur einige der Faktoren, welche das Korallendreieck bedrohen. Als Ergebnis davon hat das Gebiet in den letzten vier Jahrzehnten bereits 40 Prozent seiner Korallenriffe eingebüsst. Gemäss neuen Studien sind 85% der Riffe im Korallendreieck sind durch lokale, menschliche Aktivitäten gefährdet.

Wie der WWF handelt

Ein gesundes, dynamisches Korallendreieck sorgt für intakte Fischbestände und für ein gesichertes Einkommen der Küstenbewohner. Seit über 15 Jahren setzt sich der WWF mit verschiedenen Massnahmen für den Erhalt des sensiblen Ökosystems ein: 
  • Nachhaltige Thunfischerei: Der WWF unterstützt Regierungen und die Industrie bei der Richtlinien- und Standardentwicklung und achtet auf deren Einhaltung
  • Handel mit lebendigen Fischen stoppen: Der WWF kämpft gegen den räuberischen Handelszweig der Aquariumsfischerei und den Lebendfischfang für die Gastronomie, denn sie zerstören die Korallen-Ökosysteme
  • Errichtung und Finanzierung von Meerschutzgebieten: Bis 2020 sollen 50 Prozent des Lebensraums der Meeresschildkröten unter Schutz stehen
  • Reduktion des Beifangs: Förderung von selektiven Fischfang-Methoden, wie Netze mit weiteren Maschengrössen, Sortiergitter, Fluchtklappen für Meeressäuger oder runde statt J-förmige Haken
  • Reduktion der Auswirkungen des Klimawandels: Zusammen mit der lokalen Bevölkerung erarbeitet der WWF Lösungen zur Anpassung an die Klimaveränderungenen. Lokale Massnahmen reichen aber nicht aus. Deshalb setzt sich der WWF für rasche und griffige Regeln und Mechanismen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen ein.


Leistungsausweis

Das können Sie tun

  • Unter der Führung des CTI-CFF verkündeten über 100 Vertreter aus den sechs Anrainerstaaten des Korallendreiecks die gemeinsame Einrichtung des grössten Schutzgebietes in der asiatischen Pazifikregion (über 647 Millionen Hektar Land und Meer).  Durch die  Schaffung  des Coral Triangle Marine Protected Area System werden die Schutzgebiete wirkungsvoll und transnatioanal verwaltetet.  Der WWF hat durch die finanzielle und technische Unterstützung der Anrainerstaaten massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.


  • Meeresschutzgebiete

    Bis 2015 investieren mindestens 20 vom WWF gewonnene Wirtschaftspartner aus den Sektoren Tourismus und Seafood in den Schutz bedeutender Korallenriffgebiete in mindestens drei Ländern des Coral Triangles.
     

    Umgestaltung des Fischereisektors

    Bis 2015 werden mindestens 10 neue Projekte zum Schutz oder einer Verbesserung der Bereiche Fischerei, Aquakultur und Tourismus abgeschlossen (entsprechend der WWF Fishery in Transition Guidelines oder einem weiteren anerkannten Zertifizierungsprozess im Tourismusbereich). Weiterhin etabliert der WWF mit der Coral Triangle Initiative on Coral Reefs, Fisheries and Food Security (CTI-CFF) ein internationalen Netzwerk aus mindestens drei Stakeholdern und Abnehmern.

    Schaffen eines nachhaltigen Umfelds

    Bis 2015 soll die Mitarbeit von Unternehmen, Industrie, Regierungen und lokalen Gemeinschaften in der Verwaltung der Meeresressourcen des Coral Triangle gesteigert und eine faire Gewinnverteilung erreicht werden.
    Weiterhin wird durch die Etablierung von mindestens drei wirksamen Privatsektor-Partnerschaften mit Regierungen und lokalen Gemeinschaften ein umweltverträglichen Management (z.B. die Erarbeitung von Konzepten und Rechtsgrundlagen, Forschung und Capacity Buidling) bis 2015 erarbeitet und gefördert.
  • Investition in Schutzgebiete

    positiv
     

    In den letzten drei Jahren konnte der WWF und sein Netzwerk starke Verbindungen und Partnerschaften für zukünftige Meeresschutzabkommen/ Co-Investoren zum Schutz bedrohter Lebensräume/Arten aufbauen.
    Ein Pilotprojekt mit 13 internationalen Hotels in Indonesien zeigte mögliche Energieeinsparungen von 30 bis 40% auf.
    Weitere Partnerschaften im Seafood- und Tourismusbereich ermöglichen den Schutz von Riffen und Blue Carbon durch die Entwicklung von nachhaltigen Zahlungsmechanismen für Ökosystem-Dienstleistungen (Payment of Ecosystems Services, PES).
    Zukünftige Anstrengungen müssen auf den Ausbau von Energiesparmassnahmen liegen.


    Umgestaltung des Fischereisektors

    positiv
      Die erfolgreiche Umsetzung von vier neuen Projekten zur Verbesserung von Fischerei und Aquakulturen wurde auch 2013 weitergeführt. In einem Projekt in Vietnam sind über 10 internationale Unternehmen und weitere acht Partner, unter anderem aus der verarbeitenden Industrie, an Verbesserungs-projekten beteiligt. Die Zielerreichung für 2015 ist sehr wahrscheinlich.
    Auch die Schaffung unabhängiger Plattformen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit im Bereich Seafood in der asiatischen Pazifikregion und der Erstellung von Standards für eine nachhaltigere Handelskette von Live Reef Food Fish Trade schritt in 2013, mit zwei neuen Plattformen, voran. Ingessamt bestehen sieben solcher Plattformen und damit wurde das Ziel für 2015 schon heute erreicht.  

    Schaffen eines nachhaltigen Umfelds

    positiv
     

    Das Interesse an der Umsetzung von Methoden der Blue Economy und damit an der nachhaltigen Verwaltung von Meeresressourcen stieg auch in 2013 weiter an. Während des Coral Triangle Fishers Forum unterzeichneten über 10 Schlüsselunternehmen strengere Massnahmen zur Minderung des Beifangs von Schildkröten bei der Langleinenfischerei. Eine neu gegründete Anlaufstelle verbessert zudem die Koordination von transnationalen Aktivitäten. 
    In 2013 wurde die Plattform Climate Change Adaptation Marketplace gegründet und koordiniert nun die Verteilung finanzieller Mittel für Klimaschutzprojekte im Coral Triangle und den pazifischen Inseln. Die Bemühungen zu einer grösseren Bandbreite an weiteren Partnerschaften müssen in 2014 weiter ausgedehnt werden.



Thunfisch / ©: Georg Scattolin / WWF Österreich

Thunfisch-Projekt

In den Gewässern der Philippinen sind die Thunfisch-Bestände massiv überfischt. Deshalb setzt sich der WWF für schonende Fangmethoden und nachhaltige Fischerei ein.

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