Vientiane, Lao People's Democratic Republic
Fishing at dusk on the Mekong river. Vientiane, Laos / ©: © Michèle Dépraz / WWF-Canon

Mekong-Region

Die reiche Artenvielfalt in einem der grossen Fluss-Systeme der Welt ist bedroht. Die rasante wirtschaftliche Entwicklung der Region soll einhergehen mit einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen.
Im Mekong-Fluss leben die grössten Süsswasserfische Südostasiens – darunter der bis zu drei Meter lange Mekong-Riesenwels. Doch geplante Staudämme könnten schon bald die Wanderungen der Fische zu ihren Laichplätzen blockieren und damit ihr Überleben bedrohen.

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Leistungsausweis

 
  • Die Anstrengungen für nachhaltiges Waldmanagement in der Mekong Region zeigen Erfolge: Insgesamt wurden 600km² Waldfläche FSC zertifiziert und erstmalig wurde eine FSC-Zertifizierung für Rattan erreicht, das der lokalen Bevölkerung als wichtige Einkommensquelle dient und dessen nachhaltige Produktion nun den Wäldern zu Gute kommt. Bis Ende 2012 wurde eine Fläche von 4‘500 ha für die nachhaltige Rattan-Produktion genutzt, es gibt bereits zwölf internationale Abnehmer und über 20‘000 Bewohner der Region konnten dadurch ihr Einkommen steigern.


  • Nachhaltige Produktion und wirtschaftliche Entwicklung

    Durch die integrierte Planung und Umsetzung von Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung sollen die intakten Landschaften in der Region geschützt und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Klimaveränderungen sichergestellt werden.
     

    Nutzung nachhaltiger Wasserkraft

    Durch die Entwicklung nachhaltiger Wasserkraft sollen sowohl die Ökosysteme des Mekong und seiner Hauptzuflüsse erhalten, als auch Flüsse in anderen Fokusgebieten geschützt werden.

    Schutz bedrohter Arten

    Verschärfte Strafverfolgungen und intensiveres Schutzgebiet-Management sollen den Erhalt bedrohter Arten und Landschaften sicherstellen.
  • Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Produktion

    positiv
     

    Der Anteil von FSC-zertifizierten Holz- und Nichtholzprodukten (Rattan) konnte auch in 2013 erhöht werden, jedoch wurde das gewünschte Resultat von 2013 nicht ganz erreicht. Das Global Forest and Trade Network muss sich in Laos noch stärker für eine Waldentwicklungspolitik einsetzen, um ein positives Umfeld für eine nachhaltige Waldwirtschaft in Laos zu schaffen.
    Die Vorbereitungen bzw. die Zertifizierung nach ASC Standards verlief in 2013 sehr positiv. So unterzeichneten 34 Produzenten mit dem WWF eine Absichtserklärung zur Förderung von ASC für die Pangasius-Produktion.
    Auch die Shrimp-Produktion machte in 2013 Fortschritte: das Ziel, mindestens 320 Hektar Shrimp-Aquakulturen nach ASC Standards zu zertifizieren, wurde um 354 Hektar übertroffen. Der WWF GMPO gab seine Erfahrungen mit der SAD/ASC-Zertifizierung an das gesamten WWF-Netzwerk weiter.


    Nutzung nachhaltiger Wasserkraft

    positiv
     

    Wissenschaftlich fundierte Informationen zum Sedimenttransport im Mekong-Becken sind vorhanden und wurden in erstklassigen Wissenschaftsjournalen akzeptiert. Die schwerwiegenden Auswirkungen durch den Bau von Staudämmen wurde zwar von einigen Anrainerstaaten am Ufer des Mekong anerkannt, eine Berücksichtigung durch die Regierung von Laos bei der Planung des Xayaburi-Damms stellt sich jedoch als unrealistisch heraus.


    Schutz bedrohter Arten

    positiv
     

    Die Bestandszählungen der Irawadi-Flussdelphine zeigen einen stabilen Bestand auf. Zurückzuführen ist dies auf eine verbesserte Strafverfolgung illegaler Fangmethoden. Das Ziel, die Art besser zu schützen wurde damit zwar erreicht, aufgrund der geringen Populationsgrösse ist der Erhalt des Flussdelphins weiterhin gefährdet.

    Die Stärkung  des Schutzgebiet-Managements und eine verbesserte Strafverfolgung durch grenzübergrefiende Vereinbarungen verläuft nicht so effizient wie geplant und scheint ausserhalb des Einflussbereichs des WWF zu liegen. Dennoch zeigen bestehende Erfolge aus dem Yak Don Nationalpark an der Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha, wie eine gesteigerte Strafverfolgung auf beiden Seiten zur Bekämpfung von Wilderei und illegalem Handel führen kann.
    Die Arbeit zum Aufbau eines Informantennetzwerks entwickelt sich langsam, aber positiv. Hier müssen vor allem bestehende Probleme wie der Mangel an qualifiziertem Personal behoben werden.


Mekong-Riesenwels / ©: WWF
Mekong-Riesenwels
© WWF
Der WWF fordert ein Bau-Moratorium für Staudämme im unteren Mekong. Neue Dämme dürfen erst dann entstehen, wenn klar ist, wie diese sich auf das ökologische Gleichgewicht in der Region auswirken. Von einem Moratorium profitieren nicht nur die Fische, sondern auch die 320 Millionen Menschen entlang des Flusses. Denn Landwirtschaft und Fischerei hängen von einer gesunden und fruchtbaren Flusslandschaft ab.

Der WWF fördert zusammen mit der lokalen Bevölkerung, der Wirtschaft und den Regierungen eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und schützt so wertvolle, natürliche Lebensräume. Folgende Projekte sind beispielhaft für unsere Anstrengungen:
Bedroht: Der Flussdelfin im Mekong (englisch)
 / ©: R. Petocz/WWF-Canon

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Umwelt- und sozialverträgliche Waldnutzung dank FSC-Zertifzierung in Vietnam und Laos.
Arbeiterin webt Matte aus Rattan, Kalimantan, Indonesien / ©: Edward Parker

Rattan-Programm

Rattan ist eine wichtige Einnahmequelle. Die konventionelle Produktion gefährdet aber die Bestände und damit auch den Lebensunterhalt der lokalen Bauern.

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