/ ©: Michèle Dépraz / WWF-Canon

Wasserprojekte

Der WWF setzt sich für naturnahe Fliessgewässer ein. Er will die weitere Verbauung der Flusslandschaften der Schweiz verhindern und die ökologisch wertvollsten Flüsse und Gewässer in einem guten Zustand erhalten. Dazu arbeitet der WWF im Dialog mit verschiedenen Partnern.

Leistungsausweis

  • Einer der natürlichsten Alpenflüsse Europas, die Warme Sense, bleibt vorerst unverbaut. Der Alpenfluss wird nach Rückzug eines Kleinwasserkraftprojektes durch den Berner Energiekonzern BKW nicht beeinträchtigt. Durch den Einsatz des WWF und anderer Umweltschutzorganisationen bleibt die unterhalb des ursprünglich geplanten Kraftwerks liegende und national bedeutsame Auenlandschaft ein unbeeinträchtigter Lebensraum.

  • ZIEL 2010-2014

    In den als prioritär identifizierten Fliessgewässern und Flusslandschaften finden keine baulichen Eingriffe (Wasserkraftnutzung, Hochwasserschutz) statt, welche deren ökologischen Zustand beeinträchtigen.

    Indikatoren:  
    • Ökologische Beurteilung allfälliger baulicher Eingriffe
    • Identifizierung prioritärer Fliessgewässer
     

    ZIELE 2013/2014

    1. Die Aktivitäten der „NGO Plattform Alpenrhein“ stellen sicher, dass sich der ökologische Zustand des Alpenrheins und seiner Zuflüsse verbessert bzw. der Status Quo gehalten wird.
    2. Vereinbarungen zum Nutzungsverzicht, Schutzplanungen oder Schutzdekrete für ausgewählte prioritäre Fliessgewässer sind mit Partnern geplant.
    Indikatoren:
    1. Anzahl Kraftwerksprojekte; Anzahl Revitalisierungsprojekte 
    2. Anzahl bezeichneter Fliessgewässer.

  • ZIEL 2010-2014

     

    Ökologischer Gewässerzustand

    Der ökologische Zustand von bedeutenden Fliessgewässern in der Schweiz wurde in den vergangenen vier Jahren nicht durch wesentliche bauliche Eingriffe zu ungunsten der natürlichen Gewässer verändert. Dies entspricht dem geplanten langfristigen Ziel des WWF Schweiz, den Status Quo zu halten, bzw. den ökologischen Zustand zu verbessern.
    Die Kartierung von prioritären Flussabschnitten in der Schweiz ist abgeschlossen. Damit steht dem WWF Schweiz ein Arbeitsinstrument zur Verfügung, um seine Arbeit effizient auf die, für den WWF wichtigen Gewässerabschnitte, zu fokussieren.
         

    ZIELE 2013/2014

       

    Plattform "Alpenrhein"

    Die Umweltplattform „Lebendiger Alpenrhein“ ist ein seit 2002 bestehender Zusammenschluss verschiedener Umweltverbände, bei dem der WWF aktiv mitwirkt. Diese setzen sich mit länderübergreifenden, ökologischen Massnahmen für die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Alpenrhein ein.
    Die Arbeit der Plattform fokussierte sich im GJ 2013/2014 auf die folgenden zwei Unterprojekte:
      1. Im Hauptgerinne des Alpenrheins sind zwei Kraftwerkprojekte in Planung, wobei hier derzeit keine Veränderungen bzw. Fortschritte zur Verhin- derung der Kraftwerke vermeldet werden können. Es wird zukünftig weitere Arbeit nötig sein um das zentrale Ziel, den Schutz des Alpenrheins, voran zu treiben. Das Ziel wurde damit nicht erreicht (0%).
     
      2. Die geplanten Ziele zur Arbeit im Bereich  Revitalisierung wurden hingegen vollständig umgesetzt: Aktuell sind fünf Revitalisierungen am Alpenrhein in Planung. Innerhalb des Projekts Rhein-Erholung-Sicherheit (RHESI) sind vier Aufweitungen geplant, wodurch die Abflusskapazität des Rheins erhöht und damit der Hochwasserschutz verbessert wird. In Bad Ragaz-Maienfeld finden weiterführende Massnahmenplanungen statt, welche die Aufweitung des Rheins an einem ökologisch wichtigen Abschnitt ermöglichen.
         
     

    Schutzvereinbarungen

    Bei der Planung neuer Kleinkraftwerke konnte der WWF Schweiz im GJ 2013/2014 erfolgreich intervenieren: so konnten das Obere Maderanertal, der Chamuera Bach und die Warme Sense teils vorläufig, bzw. teils komplett geschützt werden. Dies war ein Projekt weniger als geplant. Diese Erfolge resultieren aus einer erfolgreich abgeschlossenen Vorarbeit der letzten Jahre.
         

Beispiele für Wasserprojekte

In verschiedenen Projekten, setzt sich der WWF für Revitalisierungen und den Kampf um mehr Restwasser ein oder engagiert sich, um negative Schwall-Sunk-Effekte (das sind starke Wasserstandsschwankungen) einzudämmen. Die folgenden Projekte sind Beispiele für die WWF-Gewässerarbeit in der Schweiz:
 / ©: WWF / Sandra Brückner

Riverwatch

Die Bäche und Flüsse der Schweiz sind stark bedroht. Der WWF arbeitet mit freiwilligen Riverwatchern für lebendige und naturnahe Fliessgewässer. Für Natur und Mensch.
Rhone im Pfynwald / ©: Pierre Alain Oggier

Lebendige Rhone

Die Rhone gehört zu den am stärksten beeinträchtigten Flusseinzugsgebieten der Schweiz. Starke Korrekturen hinterliessen eine monotone, künstliche Flusslandschaft. Der WWF setzt sich bei der dritten Rhonekorrektion dafür ein, dass die Lebensader des Kantons Wallis wieder mehr Raum erhält und die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
Chondrostoma nasus / ©: Armin Peter

Projekt Nase

Die Nase ist in der Schweiz akut bedroht. Die Bestände sind seit Jahren stark rückläufig. Die Gründe dafür sind vielfältig. In den verbauten Flüssen fehlen oft Laichplätze und Lebensräume für Jungfische. Der WWF setzt sich für die Revitalisierung der verbauten Lebensräume ein.
Der WWF will den Lachs zurück inb die Schweiz bringen.  / ©: Michel Roggo

Lachs Comeback

Einst war der Lachs auch in Schweizer Fliessgewässern heimisch. In Deutschland ist seine Wiederansiedlung gelungen. Verschiedene Wanderhindernisse (Kraftwerke) verhindern aber die Rückkehr in seine ursprünglichen Laichgebiete in der Schweiz.

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