/ ©: André Karwath

Projekt Nase

Der Nase stinkt’s in unseren Flüssen und das liegt primär an Begradigungen, Verbauungen und Wanderhindernissen. Schwall-Sunk und weitere Faktoren bedrohen die Nasenbestände.
Der WWF setzt sich für den Schutz der Nase ein. Die Nase stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Was gut ist für die Nase, ist auch gut für andere Flussbewohner und auch für den Menschen. 

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  • Nasen in der Murg gesichtet

    In den letzten Jahren verschwand die Nase in der Schweiz fast gänzlich. Nun scheint sich der Bestand in der Murg langsam zu erholen. Anfang April wurden Beobachtungen gemacht, die Grund zur Hoffnung geben. Peter Rey vom Hydra Institute hat die Nasen in der Murg gefilmt:



    Damit die einzige Nasen-Population in der Schweiz wachsen kann, hat der WWF in der Thur und in der Murg zahlreiche Aufwertungsmassnahmen vorgeschlagen. Der Kanton Thurgau plant derzeit weitere Renaturierungsprojekte, die der Nase helfen sollen, ihren ursprünglichen Lebensraum zurückzuerobern.
  • Vom Massenfisch zur Rarität

    Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Nase eine der dominierenden Arten in unseren Flüssen. So wurden 1840 alleine bei der Birsmündung 100 000 Nasen gefangen. Die Fische wurden sogar als Dünger für die Kartoffelpflanzen benutzt. Bis in die 1970er-Jahre war die Nase noch in vielen Schweizer Fliessgewässern häufig. Heute ist sie vom Aussterben bedroht.
  • Bis 2015 sollen in 15 Flussgebieten Revitalisierungen initiiert werden. Dadurch soll sich die Bedrohungssituation der Nase entscheidend verbessern.
    • Monitoring: Durch eine Umfrage und Untersuchungen wollen wir mehr über die verbliebenen Restpopulationen und ihre Bedrohungsursachen erfahren. Helfen Sie uns, machen Sie mit beim Nasenmonitoring oder melden Sie uns Ihre Beobachtungen.
       
    • Revitalisierungen / Vernetzung: Wo Platz vorhanden ist, werden Flüsse aufgeweitet und kanalisierte Abschnitte revitalisiert. Fehlende Lebensraumtypen, z. B. Altarme, werden gezielt geschaffen. Durch die Sanierung von Wanderhindernissen werden wichtige Lebensräume vernetzt.
       
    • Öffentliche Unterstützung: Renaturierungen brauchen die Unterstützung der Bevölkerung. Mit Exkursionen, Vorträgen und Artikeln soll diese für die Nase und andere Gewässerlebewesen gewonnen werden.
       
    • Nutzung anpassen: Für die wichtigsten Flussabschnitte werden Gewässerentwicklungskonzepte (z. B. genügende Restwassermengen, Verminderung von Schwall-Sunk) verabschiedet, welche das Überleben der Nasen sicherstellen.
       
    • Nachzuchtprogramm: Für den Wiederbesatz in verwaiste Flussabschnitte und bei geschwächten Beständen werden junge Nasen benötigt werden. Ein koordiniertes Nachzuchtprogramm soll ins Leben gerufen werden.

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