Auftralischer Regenwald 1024 x 768 Pixel / ©: WWF Holland

Für den Wald

Zusammenarbeit statt Boykott: Mitte der 1980er Jahre setzte sich in der Umweltbewegung die Erkenntnis durch, dass sich die fortschreitende Zerstörung des Tropenwaldes alleine durch Boykottaufrufe nicht stoppen lässt.
Die Wälder werden nicht nur zerstört weil Tropenholz ein begehrtes Gut ist, vielfach werden sie auch gerodet, um den Boden in Landwirtschaftsland zu verwandeln. Leider bringen zum Beispiel Soja oder Palmöl kurzfristig höhere Erträge als ein Stück nachhaltig bewirtschafteter Wald. Ein wirksamer Schutz der Wälder ausserhalb von Schutzgebieten ist also derzeit nur möglich, wenn ökonomische Anreize ins Spiel kommen.

Der WWF war an vorderster Front mit dabei, als es darum ging, einem Gütesiegel für Holz- und Papierprodukte aus umwelt- und sozialverträglich bewirtschafteten Wäldern zum Durchbruch zu verhelfen. Heute ist das FSC-Label (Forest Stewardship Council) als glaubwürdiges und bekanntes Zertifizierungssystem mit internationaler Bedeutung bekannt.

Mit der Gründung von Unternehmensplattformen wie der WWF Wood Group (heute GFTN Switzerland), dem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl und der Ausarbeitung der Basler Kriterien für verantwortungsbewussten Sojaanbau gelang dem WWF gemeinsam mit engagierten Unternehmen ein wichtiger Schritt, um die Wälder weltweit zu erhalten.

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GFTN Switzerland Logo / ©: WWF GFTN

Global Forest & Trade Network
(ehemals WWF Wood Group)

Das FSC-Label garantiert, dass Holz aus umwelt- und sozialverträglich bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Mitglieder von Global Forest & Trade Network (GFTN) haben sich gegenüber dem WWF verpflichtet, den Absatz von FSC-Produkten zu steigern.
 / ©: James Morgan  / WWF International

Runde Tische

Die Besorgnis, dass fast kein Palmöl auf nachhaltige Weise produziert wird, führte zur Gründung des runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO). Dasselbe bei Soja: Um diese umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten, ist ein Runder Tisch mit weltweit gültigen Kriterien für einen verantwortungsvollen Soja-Anbau entstanden.
Intensive Bewässerung eines Sojafeldes in Brasilien / ©: Edward Parker / WWF-Canon

Soja-Netzwerk Schweiz

Da der herkömmliche Sojaanbau wertvolle Wälder zerstört und soziale Probleme hervorruft, schlossen sich verschiedene Schweizer Institutionen im Soja-Netzwerk Schweiz zusammen. Ihr Ziel: Nur noch verantwortungsvoll produzierte Soja in die Schweiz importieren.

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