Landesmuseum Landesmuseum Zürich Jubiläum Ausstellung für deutsch und italienisch. Ende Austellung ... / ©: Landesmuseum Zürich

WWF-Geschichte

Der WWF entwickelte sich von einer kleinen, privaten Naturschutz-Initiative zu einer der grössten Umweltorganisationen weltweit. Seit der Gründung wandelte sich das Verständnis von Natur- und Umweltschutz stark.
Die Gründung in den 1960er Jahren
Im Auftrag der Gründerväter errichtet der Zürcher Wirtschaftsanwalt Hans Hüssy am 11.September 1961die Stiftung World Wildlife Fund. Der Sitz des WWF ist zu dieser Zeit in Morges (VD), wo auch die Weltnaturschutz-Union IUCN ihr Büro hat.

Hüssy engagiert sich als Rechtsberater und späterer Stiftungsrat stark für den WWF und ist Initiant des WWF Schweiz, des nationalen Ablegers. Gegründet noch im Dezember 1961 ist der WWF Schweiz die dritte Länderorganisation. Mit Wanderausstellungen, Benefizanlässen mit Heidi Abel und bald schon einem ersten Versandkatalog machte er sich daran, die Schweizer Bevölkerung zu sensibilisieren und Geld zu sammeln.
1970er: Sensibilisierung in der Bevölkerung
Umweltkatastrophen, wie der Atomunfall von Harrisburg oder die Dioxin-Katastrophe von Seveso, sensibilisieren die Menschen für ihre Umwelt und die Zukunft des Planeten Erde.

Der WWF Schweiz startet erste Kampagnen: »Project Tiger« ermöglicht in Indien neun Tigerreservate. Themen wie Regenwälder, Meere und Nashörner rücken ebenfalls in den Fokus. Die Mitgliederzahlen wachsen von etwa 10 000 auf über 100 000 Personen an.

Der WWF ist inzwischen zu einer schlagkräftigen globalen Organisation geworden. Er finanziert das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior mit, die legendäre schwimmende Protest-Plattform. Der WWF setzt nicht nur auf Protest, sondern stark auf Kooperation – gerade auch mit Regierungen.
1980er: Der Umweltschutz hat einen neuen Fokus
Der »World Wildlife Fund« wird zum »Worldwide Fund for Nature«. Bereits der neue Name zeigt: Der WWF öffnet sich einem breiteren Umweltschutz-Gedanken. Denn es wird klar, wer Tier und ihre Lebensräume schützen will, muss auch Lebensstil und Ressourcenverbrauch der Menschen zum Thema machen.

Gemeinsam mit der Uno-Umweltbehörde Unep und der Naturschutz-Dachorganisation IUCN präsentiert der WWF die „World Conservation Strategy“, oder in einer populären Kurzversion „How to save the world“. 

1985 gelingt es, ein Walfang-Moratorium und Wal-Schutzgebiete zu etablieren. «Debt-for-nature Swaps» sind ein weiteres Resultat diplomatischer Bemühungen: So können unter anderem Ecuador, Madagaskar oder die Philippinen mit Naturschutzprojekten Staatsschulden verkleinern.
1990er: Kooperationen und Kyoto
1990 bringt der Uno-Klimarat IPCC seinen ersten Bericht heraus. Der WWF macht den Klimawandel zu einem zentralen Thema und passt seine Mission an: Ziele sind die Erhaltung der Biodiversität, die Förderung eines nachhaltigen Lebensstils und die Eindämmung von umweltschädlichem Ressourcenverbrauch.

Der WWF macht sich stark für ein internationales Klima-Abkommen – das 1997 an der Uno-Konferenz in Kyoto auch zustande kommt. Auch Naturschutzthemen bleiben weiterhin wichtig. Der Schutz der Grossen Pandas in China oder der Kampf gegen den Elfenbeinschmuggel sind zwei Beispiele. Die lokale Bevölkerung wird stärker in Projekte miteinbezogen.

Die Zusammenarbeit mit Unternehmen, welche die Märkte beeinflussen können, intensiviert sich. 1995 wird die WWF Wood Group gegründet mit Anbietern, die FSC-Holzprodukte aus nachhaltiger Waldwirtschaft verkaufen. Später folgt MSC als Label für nachhaltigen Fischfang. 
2000er: Lebensstil und Mobilisierung
Kurz vor der Jahrtausendwende veröffentlicht der WWF den ersten Living Planet Report, den umfassendsten Bericht zum Zustand der Erde. Der Befund ist eindeutig: Der Ressourcenverbrauch der Menschheit wächst ungebrochen und übersteigt die Kapazitäten der Erde bei weitem - aktuell etwa um das 1,5-fache.

Ein nachhaltiger Lebensstil ist wichtiger denn je, auch in den Zielen des WWF: Die weltweite Naturzerstörung stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang leben. Aktuell engagiert sich der WWF weltweit in etwa 1300 Projekten. Helfen Sie uns weiterhin unsere Ziele zu erreichen!

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Wurde aber auch langsam Zeit…. „Russland entdeckt die Erneuerbaren“ http://t.co/kkueUjDedM #Energiewende
vor 5 Stunden @WWF_Schweiz

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