Sparlampen / ©: F. Blaser/ WWF

Sparlampen: Besser als ihr Ruf

Vom richtigen Umgang mit Stromsparlampen
Im Gegensatz zu Glühbirnen und Halogenlampen verursachen Stromsparlampen etwas stärkere elektromagnetische Felder – sie liegen jedoch weit unter den Richtwerten des Bundes und unter denjenigen von Handys. Der WWF empfiehlt empfindlichen Menschen, bei Sparlampen einen Abstand von mehr als 40 cm vom Kopf einzuhalten. Das Leuchtmittel eignet sich deshalb besonders für hohe Räume wie Garagen, Keller oder Korridore. Für Nachttisch- oder Schreibtischlampen sind eher die sehr effizienten LED-Birnen zu empfehlen.

Gesundheitsrisiko Quecksilber
Stromsparlampen enthalten eine geringe Menge - meist ca. 2 Milligramm - Quecksilber. Diese Menge ist rund 500 Mal geringer als jene in einem alten Fieberthermometer. Panikmache wegen angeblich grossen gesundheitlichen Risiken ist nicht am Platz: Auch Neonröhren enthalten Quecksilber, und diese sind seit vielen Jahren in Büros, öffentlichen Gebäuden und Schulen im Einsatz.

Quecksilber entweicht nur, wenn die Lampe zerbricht. In diesem Fall kann kurzzeitig die Quecksilberkonzentration für Innenräume überschritten werden. Dabei ist nicht das gebundene, sondern nur das gasförmige Quecksilber giftig und sollte nicht eingeatmet werden. In diesem Fall gilt:
  • Fenster öffnen
  • Scherben zusammenwischen und in einem Schraubdeckelglas verschliessen
  • Das Glas zur Sammelstelle für elektronische Geräte oder zur Verkaufsstelle bringen
  • Möglichst nicht staubsaugen, um keinen Quecksilberstaub aufzuwirbeln
  • Den Raum gut durchlüften

Nicht zerbrochene Sparlampen gehören immer separat entsorgt. Alle Verkaufsstellen müssen ausgediente Produkte gratis zurücknehmen.

Die Herstellung einer Sparlampe braucht knapp 4 Mal so viel Energie wie die Herstellung einer Glühlampe. Trotzdem ist ihre Energiebilanz viel besser, da ihre Lebensdauer rund 10 Mal höher ist als die der Glühlampe.

Die Glühbirne ist immer die schlechteste Alternative, da bei ihr 97 Prozent des Stroms gar nicht in Licht umgewandelt wird, sondern als Wärme verloren geht. Sparlampen leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs. Sie dämmen den weiteren Ausbau der (Kohlestrom)-Produktion ein, was indirekt mithilft, die Quecksilber-Emissionen massiv zu reduzieren.

Wer keine Energiesparlampen verwenden will, findet mit LED-Lampen ein ähnlich energieeffizientes Produkt als Alternative.

Werden Sie aktiv

  • Ersetzen Sie Glühbirnen und Halogen-Spots möglichst bald durch LED-Produkte, auch wenn die Leuchtquelle noch funktioniert. Damit helfen Sie der Umwelt und sparen Geld.

    Zum Vergleich: Die Batterie einer Armbanduhr enthält 5mal mehr Quecksilber als eine Sparlampe, eine Amalgan-Zahnfüllung sogar 60 bis 200mal mehr.

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