Junge auf Kanu

Das WWF-Rahmenwerk für ökologische und soziale Schutzvorkehrungen

Safeguards, also Schutzvorkehrungen, sind zentral in der Arbeit des WWF. Aufbauend auf den WWF Social Policies leiten sie uns an, wie wir die lokale Bevölkerung in die Planung und Umsetzung von Naturschutzprojekten miteinbeziehen. Dies mit dem Ziel, ihre Rechte und Lebensgrundlagen zu bewahren sowie ihre Lebenssituation zu verbessern. 

Safeguards sind darauf ausgerichtet, dass Menschenrechte nicht verletzt werden. Safeguards müssen zudem dazu beitragen, dass Naturschutzprojekte bessere Lebensbedingungen für lokale Gemeinschaften und auch bessere Rahmenbedingungen für die Natur bieten. Der WWF verwendet Safeguards, um negative soziale und ökologische Auswirkungen innerhalb seiner Arbeit zu identifizieren, zu verhindern oder zu mildern. Wir stellen sicher, dass Safeguards bei der Konzeption, Umsetzung und Überwachung aller unserer Aktivitäten einfliessen. 

Das verbesserte WWF-Rahmenwerk für ökologische und soziale Safeguards (Environmental and social safeguards framework) etabliert ein Bündel an Standards, Richtlinien, Planungs- und Umsetzungsmechanismen sowie Compliance-Systemen, die regeln, wie Aktivitäten vor Ort durchgeführt werden. Dieses Rahmenwerk wurde vom gesamten WWF-Netzwerk angenommen, um eine einheitliche und umfassende Anwendung der Safeguards zu gewährleisten. 

Das Rahmenwerk für ökologische und soziale Safeguards umfasst die folgenden Bestandteile:  

  • Beteiligung der lokalen Gemeinschaften während der gesamten Projektplanung, -durchführung und -kontrolle. Es werden Beschwerdemechanismen eingerichtet, damit die Beteiligten ihre projektbezogenen Bedenken einbringen können. So soll sichergestellt werden, dass gegebenenfalls geeignete Massnahmen ergriffen werden. 
  • Eine Global Safeguards Unit, die Informationen in einem zentralen System bündelt und Unterstützung, Qualitätssicherung und Schulung sowie andere Aktivitäten für eine effektive Umsetzung der Safeguards sicherstellt. 
  • Eine unabhängige Ombudsperson, die die Einhaltung des Safeguards Framework im gesamten WWF kontrolliert und als Mediationsinstrument dient, wenn Streitigkeiten nicht vor Ort beigelegt werden können. 
  • Wenn sich Berichte über Missbrauch auf Regionen oder Partner beziehen, die von uns unterstützt werden, ist es unsere Praxis, den Vorwürfen nachzugehen, die lokalen Gemeinschaften einzubeziehen und geeignete Massnahmen einzuleiten. 
  • Safeguards tragen dazu bei Risiken zu identifizieren, die mit der Sicherheit der lokalen Gemeinschaften, dem Zugang zu natürlichen Ressourcen und der indigenen Bevölkerung zusammenhängen. 

Nach unserem Verständnis sind nachhaltiger Naturschutz und Gemeinschaftsentwicklung nur zusammen umsetzbar. Die Menschen vor Ort stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Mit dem Environmental and Social Safeguards Framework unterstreicht der WWF seinen Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung, die Wahrung der Menschenrechte und das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Menschen in den jeweiligen Projektgebieten.