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Verkehr

Weltweit trägt der Verkehrssektor 14 Prozent zu den gesamten Treibhausgasemissionen bei. In der Schweiz ist der Verkehr Klimasünder Nr. 1. – 30 Prozent der CO2-Emissionen entstehen im Strassenverkehr.
Die Schweiz hat seit Jahren die Neuwagenflotte mit dem höchsten Treibstoffverbrauch und den höchsten CO2-Emissionen in ganz Westeuropa. Im Jahr 2010 lagen die Emissionen von Schweizer Neuwagen bei durchschnittlich 162g CO2/km, während beim wahren Europameister Portugal die Neuwagen im Schnitt nur 127g pro Kilometer ausstiessen.

Mit 40 Prozent Anteil an den Schweizer Treibhausgas-Emissionen liegt der Verkehrssektor auf dem traurigen ersten Platz der Klimasünder. Hauptproblem ist der motorisierte Individualverkehr, aber auch der Flugverkehr und der alpenquerende Güterverkehr auf der Strasse tragen ihr Übriges dazu bei. Dabei gibt es längst Lösungen, um die CO2-Emissionen des Verkehrsbereichs zu senken.

Der Grund, warum die Schweizer kein Interesse an sparsamen Autos haben, erklärt sich mit dem vergleichweise tiefen Preis für Benzin und Diesel in der Schweiz. Dieser zu tiefe Preis verringert den Anreiz, ein sparsames Auto anzuschaffen.

In der EU dürfen Neuwagen bis 2015 durchschnittlich nur noch 130g CO2/km ausstossen – rechnet man die bereits beschlossenen Zusatzmassnahmen mit ein (Agrotreibstoffe, Reifeneffizienz) sogar nur noch 120g.

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Der WWF fordert:

  • Bis 2015 sollen Schweizer Neuwagen durchschnittlich nur noch 120g CO2/km ausstossen, bis 2020 80g/km. Vergleichbare Standards sind für Lieferwagen einzuführen.
  • Mit Hilfe einer CO2-Lenkungsbgabe auf Treibstoffe sollte der Preis von Benzin und Diesel um mindestens 35 Rappen/l angehoben und so dem Niveau der Nachbarländer angeglichen werden.

Alpeninitiative endlich umsetzen

Noch immer rollen pro Jahr 1,3 Millionen schwere Strassengüterfahrzeuge über die Alpen – mehr als die Hälfte davon im Transitverkehr. Dies, obwohl das Schweizer Volk schon 1994 mit dem «Ja» zur Alpeninitiative eine griffige Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schiene gefordert hat und seither mehrmals bestätigt hat: Ziel war und ist, dass nur noch 650.000 LKWs jährlich durch die Alpen rollen – gemäss Initiative sollte dies bis zum Jahr 2004 erreicht werden. Doch die Politik verzögerte die Umsetzung immer wieder:

Im Verkehrsverlagerungsgesetz von 1999 wurde festgelegt, dass das Verlagerungsziel bis 2009 – also zwei Jahre nach der Eröffnung des Lötschbergtunnels – erreicht werden sollte. Mit der Verabschiedung des Güterverkehrsverlagerungsgesetztes im Jahr 2008 wurde das Erreichen des Verlagerungsziels jedoch noch weiter nach hinten verschoben – nämlich auf zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels. Der WWF Schweiz ist der Meinung, dass jedoch auch dieses Ziel nicht realisierbar ist, wenn nicht endlich neue Instrumente zur Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene beschlossen werden.

Deswegen fordert der WWF:
  • Das Ziel, den alpenquerenden Güterverkehr auf 650.000 LKW-Fahrten zu begrenzen muss schnellstmöglich erreicht werden. 
  • Dazu soll umgehend eine Alpentransitbörse eingeführt werden. Mit einer Börse wird jedes Jahr eine mit dem Verlagerungsziel kompatible Zahl von alpenquerenden LKW-Fahrten durch den Bund versteigert. Welche LKWs zum Zug kommen, bestimmt der Markt.

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