Gepard vor Namibias Sanddühnen

Bekämpfung der Wilderei in Namibia

Obwohl Namibia als erstes afrikanisches Land den Schutz der Umwelt in seine Verfassung aufnahm, ist Namibias Wildereibekämpfung schwach: Es fehlt an einem ganzheitlichen System. Hier setzt der WWF an, um die Wildereikrise zu stoppen.

Im Visier der Wilderer

96 Prozent der südwestlichen Spitzmaulnashörner leben in Namibia.

Der Safari-Tourismus ist eine wichtige Einkommensquelle für die ländliche Bevölkerung Namibias und fördert den Schutz des Nashorns und anderer Arten des südlichen Afrika. Die Menschen im ländlichen Raum sehen Nationalparks und Wildtiere als Chance für Erwerbseinkommen und Wilderei ist in der Bevölkerung weitgehend verpönt. Doch die Wildereikrise ist auch in diesem Land angekommen. Vor allem Nashörner und Elefanten sind im Visier der Wilderer.

Namibias Wildereibekämpfung ist schwach: Es fehlt an einem ganzheitlichen System. Wilderer werden zwar angezeigt, doch reichen die Beweise oft nicht für eine Verurteilung. Weiter werden Wildereifälle von der ländlichen Polizei bis hin zu den Richtern als Einzelfälle und nicht als Teil eines organisierten Verbrechens bearbeitet. Die Professionalität der Behörden ist tief und die zur Verfügung stehenden Ausrüstung für Wildhüter ist ungenügend. Die Regierung von Namibia hat den WWF und seine Partner zur Mithilfe in der Wildereibekämpfung eingeladen. Der WWF arbeitet eng mit Partner-NGOs, der lokalen Bevölkerung und den verantwortlichen Regierungsstellen zusammen.

Afrikanische Elefantenfamilie am Rennen, Etosha Nationalpark in Namibia
Oryxantilopen rennen über die Sanddünen im Naukluft Nationalpark, Namibia
Afrikanisches Breitmaulnashorn

Elefanten, Oryx-Antilopen und Nashörner gehören zu den Ikonen Namibias

Einsatz für die Wildtiere

Der WWF leistet finanzielle und technische Unterstützung, damit Wilderei effizienter bekämpft werden kann. Wir stärken eine koordinierte, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Beteiligten in Gesetzesvollzug, Parkverwaltungen, Zivilgesellschaft und Privatsektor. Der Aufbau von Informationssystemen und deren Zugang sowie gezielte Weiterbildungen von Wildhütern, Polizei und Justizbeamten sollen zu besseren Aufklärungsraten und langfristig mehr Verurteilungen führen.

 

Film «The Pride of Namibia» (auf Englisch)

Bessere Überwachung im Feld

Um Wilderei zu reduzieren, sind verschiedene Massnahmen angelaufen. Nashörner in Risikogebieten werden beispielsweise mit einem Sender versehen. So können die Parkverwaltung und die Wildhüter sie einfacher orten. Die Bevölkerung wird ebenfalls in die Wildereibekämpfung eingebunden und beteiligt sich an einem Meldesystem: Verdächtige Personen oder Vorgänge werden heute schnell an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

Was Sie tun können

Helfen Sie uns, das Schutzgebiet in Namibia und den Nachbarländern zu erweitern. Mit einer Spende für den Elefanten oder beim Kauf eines Plüsch-Löwen fliesst Ihr Geld in Projekte für mehr Lebensraum der afrikanischen Wildtiere. Erkundigen Sie sich zudem im Souvenir-Ratgeber, welche Erinnerungsstücke Sie in Ihrem Urlaub kaufen dürfen und dabei das lokale Handwerk unterstützen.

Afrikanische Elefantenweibchen mit Jungen (Loxodonta africana). Etosha Nationalpark, Kenia.

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Plüschlöwe aus dem WWF-Shop

Plüsch-Löwe

Mit dem Kauf eines Plüsch-Löwen erhalten Sie ein optimales Geschenk und unterstützen dabei die Arbeit des WWF.

Keramik und Holzschalen an einem Marktstand in Tabarka, Tunesien.

Souvenir-Ratgeber

Auch während dem Urlaub ist faires Einkaufen wichtig. In unserer Ratgeber-App erhalten Sie Tipps zum Souvenir-Kauf.