Reisbauer in Madagaskar

Kleinbauern fördern auf Madagaskar

Die Regenwälder im nördlichen Madagaskar sind für die gesamte Insel von grosser Bedeutung. Sie beherbergen eine fantastische Tier- und Pflanzenvielfalt. Mehr als 2280 Arten sind hier heimisch, davon kommen 538 ausschliesslich auf Madagaskar vor. Illegale Abholzung, Brandrodung und Wilderei bedrohen jedoch die einzigartige Natur. Der WWF setzt sich mit einem Programm für den Schutz dieses Lebensraums ein.

Waldschutzgebiet im nördlichen Hochland

Schutzgebiet21%
Nicht geschütztes Gebiet79%

21% des nördlichen Hochlands sind heute geschützt.

Der Grund für die Zerstörung des Regenwalds ist die grosse Armut und der tiefe Bildungsstand der Bevölkerung. Die Menschen hier sind gezwungen, Holz und Proteine illegal aus dem Wald zu beschaffenund Wald für Landwirtschaftsflächen zu roden. Die lokalen Bauern produzieren mehrheitlich für den Eigenbedarf. Dabei zerstören sie den Wald, weil sie regelmässig Wald für neue Anbauflächen roden. Denn ihre Landwirtschaftsmethoden sind wenig ertragreich und laugen den Boden aus. 

Der WWF ist schon seit mehr als 20 Jahren im nördlichen Hochland Madagaskars aktiv, um den Wald zu schützen. 2015 wurde das Schutzgebiet Complexe d’Aires Protégées Ambohimirahavavy Marivorahona (CAPAM) gemeinsam vonder Regierung, dem WWF und anderen NGOs gegründet. Es ist mit mehr als 500'000 Hektaren eines der grössten Schutzgebiete auf dem Land in Madagaskar. Allein mit der Gründung des Schutzgebietes ist es jedoch nicht getan. Wir arbeiten in der Region arbeitet mit den Gemeinschaften zusammen, die in den Regenwäldern des nördlichen Hochlands zu Hause sind, damit sie das Schutzgebiet verwalten und erhalten können. Ein wichtiger Teil des Programms ist auch die Verminderung der Armut der ansässigen Kleinbauern. So sind sie weniger von den Ressourcen des Waldes abhängig, um ihren Hunger zu stillen oder neue Fläche für die Landwirtschaft zu gewinnen. Auf diese Weise wird der Wald langfristig geschützt.

Weitergabe von Wissen wirkt

Fischteiche für die Bauern

160 Fischteiche wurden bis 2016 zur Verbesserung der Lebenssituation der Bauernfamilien gebaut.

Das Management des Waldschutzgebietes liegt in der Verantwortung der Gemeinden. Damit der Waldschutz effektiv umgesetzt werden kann, bildet unser Projekt Mitarbeiter im Management von Schutzgebieten aus. Bereits mehrere Ausbildungsgänge wurden erfolgreich durchgeführt, zudem Patrouillen ausgerüstet und ausgebildet, um Schutzaufgaben im Wald wahrzunehmen.

Um die Armut in der Region zu reduzieren und so den Druck auf den Wald zu vermindern, vermittelt unser Projekt verbesserte Landwirtschaftstechniken. Rund 350 Bäuerinnen und Bauern liessen sich bereits in Reis- und Gemüseanbau ausbilden. Auch zum Anbau von Kaffee, Vanille oder Nelken hat der WWF Kurse durchgeführt. Landwirtschaftsprodukte, die den Familien ein Einkommen ermöglichen. Zudem wird im Projektgebiet die Fischzucht als alternative Ernährungsquelle eingeführt. Bereits sind 160 Teiche gebaut worden.

Pfeffer Pflanze in Madagaskars Nördlichem Hochland
Dorfbewohner stehen an ihrem eigenen Fischteich
Bauern in Madagaskars Nördlichem Hochland erlernen Landwirtschaftstechniken

Der Anbau von Pfeffer, Fischteiche und neue Landwirtschaftstechniken bringen den Menschen zusätzliche Einkommens- und Nahrungsquellen.

Was Sie tun können

Unterstützen Sie unsere Arbeit in Madagaskar und werden Sie Pate dieser eindrücklichen Region. Damit unterstützen Sie nicht nur das Projekt zur Förderung der Kleinbauern, sondern auch unsere anderen Projekte auf der Insel der Artenvielfalt. Damit die Umwelt nicht nur in Madagaskar geschont wird, können Sie auch hier in der Schweiz etwas tun. Lesen Sie in unseren Umwelt-Tipps, was Sie zum Schutz des Planeten tun können.

Chamäleon auf Ast, Madagaskar

Madagaskar-Patenschaft

Als Pate unterstützen Sie den WWF langfristig dabei, die Artenvielfalt auf Madagaskar zu erhalten.

Familie beim Fahrrad-Ausflug

Umwelt-Tipps

Mit unseren praktischen Umwelt-Tipps für den Alltag gestalten Sie Ihr Leben nachhaltig und bewusst.